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Mönchengladbach
Nordpark strahlt jetzt international aus

Mönchengladbach: Nordpark strahlt jetzt international aus
FOTO: Ulrich Zillmann
Mönchengladbach. Zwei renommierte Unternehmen beziehen Flächen im neuen Bürobau MK 4, darunter ein großes Call-Center. Der Nordpark ist ebenso erfolgreich wie der Regiopark - nach einigen Startschwierigkeiten. Nächster Pfeil im Köcher: das JHQ. Von Jan Schnettler

Es ist erst wenige Wochen her, da ist ein ziemlich dicker Fisch im Nordpark an Land gezogen worden: Die Santander-Bank eröffnete ihren Neubau, 1500 Menschen sollen hier Jahresende arbeiten. Am Mittwoch kommt schon der nächste Brocken dazu: Das viergeschossige Bürogebäude MK 4 an der Hennes-Weisweiler-Allee 8-12 ist fertig und bereits zu 100 Prozent vermietet. Auf dem 9000-Quadratmeter-Grundstück werden Mieter aus der Telekommunikations-, Digital-, Gesundheits- und Versicherungsbranche, ein Lebensmitteldiscounter sowie ein Drogeriemarkt angesiedelt sein.

"Mittelfristig werden so mehr als 500 Personen im Gebäude arbeiten", teilen Joachim Bücker von der Baugesellschaft Jessen und Ulrich Schückhaus von der Wirtschaftsförderung mit. So wird etwa das Unternehmen Teleperformance einziehen - mit Hauptsitz in Dortmund sowie sechs Standorten in Deutschland und einem in Polen mit insgesamt über 3000 Mitarbeitern. Teleperformance gilt als ein weltweit führender Anbieter von Contact-Center-Dienstleistungen, der amerikanische CEO Brian Blackader wird zur Eröffnung am Mittwoch erwartet.

Der Regiopark (l.) galt in den Anfangsjahren als Rohrkrepierer, wurde dann aber zum Erfolgsmodell. Die Santander-Bank (o.r.) wurde kürzlich im Nordpark eröffnet. Das Gebäude MK 4 (u.r.) wurde von der Baugesellschaft Jessen im Nordpark errichtet. FOTO: WFMG, Knappe, Ilgner

Bereits seit Sommer ist bekannt, dass auch Westcon - ein ebenso renommierter Dienstleister für Kommunikationsinfrastruktur und -technologie -, eine Praxis von Zahnärzte MG und eine Axa-Bezirksdirektion ins MK 4 gehen. Zudem entsteht unter anderem eine Filiale der Avie-Apotheke. Die Gesamtnutzfläche von 5800 Quadratmetern verfügt über eine Tiefgarage mit 135 Stellplätzen. Das architektonisch klar strukturierte Gebäude passt sich mit seiner Fassadengestaltung in das nähere Umfeld des Borussia-Parks ein und nimmt die Vereinsfarben wieder auf.

Insgesamt wurden mehr als 5200 Kubikmeter Beton zur Errichtung des Gebäudes verbaut. Der erste Spatenstich war im Februar 2014, der Rohbau wurde im September 2014 errichtet. Der End- und Innenausbau erfolgte bis November dieses Jahres und dauert zum Teil sogar noch an. Errichtet hat das MK 4 Jessen, das Architekturbüro BDMP war für die Planung zuständig. Die WFMG, NRW Invest sowie Bienen & Partner halfen bei der Vermietung.

FOTO: Ilgner Detlef (ilg)

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat der Nordpark damit längst "internationale Strahlkraft" entwickelt, wie es die Projektverantwortlichen formulieren. "Mit dem MK 4 arbeiten dann bereits 4000 Menschen in dem Gebiet", sagt Schückhaus. Im Endausbau, so wurde es stets kommuniziert, könnten es mal 5000 sein. Der Aufschwung der einst militärisch genutzten Konversionsfläche startete 2004 mit dem Borussia-Park, es folgten Hockey-Stadion, Finanzamt und van Laack sowie die Umnutzung des Denkmalbereichs, wo alleine bereits mehr als 700 Menschen arbeiten.

Die Entwicklung ist auch noch nicht am Ende angelangt: Im so genannten Business-Park II sind noch einige Quadratmeter Fläche frei. Allzu lange leerstehen werden sie, angesichts der illustren Nachbarschaft und der guten Infrastruktur, wohl nicht. Noch ein wenig länger bis zum Durchbruch benötigte der mittlerweile vollgelaufene Regiopark. Das interkommunale Gewerbegebiet mit Jüchen galt in den Anfangsjahren zunächst als Rohrkrepierer - mittlerweile arbeiten alleine bei Zalando 2000 Menschen.

"Insgesamt sind inzwischen 3200 Menschen im Regiopark beschäftigt", sagt Ulrich Schückhaus. Er ist sich sicher: Auch das JHQ wird ein Erfolgsmodell, ob dort nun ein riesiger Freizeitpark entsteht oder nicht. Auch hier ist das Werkstattverfahren zur künftigen Nutzung bereits dreieinhalb Jahre her, und auch hier ist die Hoffnung, dass mit einer offenbar typischen Gladbacher Tugend - nämlich Geduld - am Ende trotz mancher Unkenrufe etwas Gutes dabei herauskommen wird.

Quelle: RP
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