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Mönchengladbach
Not-OP nach Messerstecherei in Rheydt

Mönchengladbach: Not-OP nach Messerstecherei in Rheydt
An der Mühlenstraße/Ecke Gartenstraße kam es zu den Messerstichen. Ein 18-Jähriger wurde schwer verletzt. Ein 21-Jähriger bekam einen Stich in den Arm. FOTO: Stephan Schellhammer
Mönchengladbach. Jugendliche sind mit Axtstielen und Messer auf Kontrahenten losgegangen. Weil ein 18-Jähriger dabei lebensgefährlich verletzt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt wegen versuchten Totschlags. Es gab insgesamt fünf Festnahmen. Von Gabi Peters

Worum es bei der Auseinandersetzung zwischen zwei Jugendgruppen am Montagabend in Rheydt ging, ist noch nicht bekannt. Fest steht, dass der Streit eskalierte. Bei einer Attacke mit Holzknüppeln und Messer wurde ein 18-Jähriger schwer verletzt. Er wurde durch eine Not-Operation gerettet. Sein Zustand soll mittlerweile wieder stabil sein.

Gegen 20 Uhr hatte die Polizei mehrere Notrufe aus dem Bereich Mühlenstraße/Gartenstraße erhalten. Die Anrufer berichteten von zwei Gruppierungen von Jugendlichen und Heranwachsenden, die sich eine handfeste Auseinandersetzung lieferten. Dabei sollten auch ein Reizstoffsprühgerät, ein Messer und ein Holzknüppel eingesetzt worden sein. Mehrere Personen seien bereits verletzt.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei gerieten zwei Gruppen von jungen Männern an der Brucknerallee in Streitigkeiten. Wie Polizeisprecher Willy Theveßen gestern betonte, handelt es sich nicht um Flüchtlinge. "Die Gruppe ist nur an der Unterkunft vorbeigelaufen", sagte er. Der Streit zwischen einer Gruppe von gebürtigen Mönchengladbachern aus Rheydt mit Migrationshintergrund und einer Gruppe von niederländischen Staatsangehörigen aus Afrika, die in Westend und Holt wohnen, eskalierte dermaßen, dass die fünf Jugendlichen und Heranwachsenden aus Rheydt im Alter von 15 bis 19 Jahren auf ihre Kontrahenten mit Axtstielen und Messer losgingen. Die Angegriffenen flüchteten über die Mühlenstraße in Richtung Gartenstraße. Die fünf Rheydter verfolgten sie.

An der Ecke Mühlen-/Gartenstraße trafen die Flüchtenden auf eine Streifenwagenbesatzung, die zufällig dort stand. Die Beamten stoppten die Verfolger und leiteten erste Rettungsmaßnahmen ein. Zusammen mit schnell eintreffenden Unterstützungskräften konnten die fünf festgenommen werden. Im Internet kursierte gestern ein Video, das mehrere von Polizisten fixierte Männer am Boden zeigt.

Notarzt und Rettungssanitäter versorgten den schwer verletzten 18-Jährigen aus dem Westend und einen leicht verletzten 21-Jährigen aus Holt. Beide wiesen Messerstiche auf. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus eingeliefert, wo der 18-Jährige notoperiert wurde.

Aufgrund der schweren Verletzungen des 18-Jährigen wurde der Sachverhalt von der Staatsanwaltschaft als versuchter Totschlag gewertet. Zu dem Hintergrund der Streitigkeiten müssen zunächst noch Vernehmungen und Ermittlungen durchgeführt werden, so die Polizei.

Quelle: RP
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