| 12.43 Uhr

AfD-Stimmen in Mönchengladbach
Polizei ermittelt wegen möglichen Wahlbetrugs

Das ist die AfD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag
Das ist die AfD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag FOTO: Bernd Wüstneck
Mönchengladbach. In Mönchengladbach muss sich nach der Landtagswahl jetzt auch die Polizei mit der Stimmauszählung befassen. Sie ermittelt wegen möglichen Wahlbetrugs. 

"Wir haben auf unserem Online-Portal einen anonymen Hinweis erhalten, und prüfen, ob ein Wahlbetrug in Betracht kommt", sagte Polizeisprecherin Cornelia Weber am Dienstag unserer Redaktion. Am Mittwoch wurde dann bekannt gegeben, dass die Ermittlungen aufgenommen worden. Bei der Wahl waren im Stimmbezirk "Altenheim Eicken" alle 37 Zweitstimmen für die AfD für ungültig erklärt worden. Aufgrund des auffälligen Ergebnisses war eine Neuauszählung veranlasst worden.

Ergebnis: Alle AfD-Stimmen sind gültig. Die AfD-Stimmen waren allerdings nicht die einzigen Fehler in dem Stimmbezirk. Beim Nachzählen war aufgefallen, dass auch die CDU eigentlich eine Zweitstimme mehr hatte, die FDP ebenfalls, die Linke aber eine weniger.  

Der Landeswahlleiter hat am Mittwoch das Prüfungsergebnis der fehlerhaften AfD-Stimmen bekannt gegeben. Demnach wurde in über 80 Stimmbezirken falsch gezählt. Die AfD ist in mehr als der Hälfte aller Fälle betroffen. Auswirkungen auf die Sitzverteilung hat das aber nicht.

(lnw/gap)
 
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