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Mönchengladbach
Nur drei Schnitte bei Gallenstein-OP nötig

Mönchengladbach: Nur drei Schnitte bei Gallenstein-OP nötig
Dr. med. Isis Ueffing erklärte den Besuchern alles rund um das Thema Gallensteine und die Möglichkeiten der Entfernung. FOTO: Kliniken Maria Hilf
Mönchengladbach. Jeder sechste Erwachsene in Deutschland besitzt die Verklumpungen. Sie können zu starken Schmerzen führen. Von Lisa Schmitz

Etwa jeder sechste Erwachsene in Deutschland besitzt welche: Gallensteine entstehen, wenn das Gleichgewicht der Gallenflüssigkeit gestört ist und eine Substanz etwa Cholesterin oder Gallensäure überwiegt. Die überschüssige Substanz reichert sich dann an und bildet Auskristallisierungen oder Verklumpungen, die Steine. Krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch, Rückenschmerzen, unspezifisches Unwohlsein mit Übelkeit oder Erbrechen bis hin zu Gelbfärbung der Haut oder Augen können die Symptome sein.

Die "5-F-Regel" beschreibt den Typ Mensch, der überdurchschnittlich oft von Gallensteinen betroffen ist: Frauen (female), hellhäutig/blond (fair), fruchtbar (fertile), übergewichtig (fat) und über 40 (forty). "Bei akutem und längerem chronischem Symptomverlauf kann die Entfernung der Gallenblase eine Linderung darstellen", erklärt Dr. med. Isis Ueffing, Oberärztin an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie an den Kliniken Maria Hilf. Musste in den 70ern die Operation noch "offen", also mit großem Bauchschnitt, durchgeführt werden, wird seit Mitte der 80er Jahre zumeist eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) vorgezogen.

Dabei werden über drei kleine Schnitte eine kleine Kamera und Instrumente zur Entfernung des Organs eingeführt. Vorteile der minimal-invasiven Methode sind kleinere Narben, weniger Narbenbrüche und Verwachsungen sowie schnellere Erholung des Patienten. "Deshalb findet die Laparoskopie bei vielen weiteren Erkrankungen wie dem Leistenbruch Anwendung", weiß die Chirurgin. Bei einem Leistenbruch, der wesentlich häufiger bei Männern vorkommt, kann sich durch eine Bruchlücke in der Bauchdecke etwa der Darm vorschieben und im schlimmsten Fall einklemmen. Um dem entgegenzuwirken, kann auch hier eine OP sinnvoll sein. Bei der laparoskopischen Variante wird über die kleinen Schnitte und mit Hilfe der eingesetzten Stabinstrumente ein Kunststoffnetz über den Bruch gelegt. Das seit 130 Jahren praktizierte OP-Verfahren kann bei der Diagnose und Therapie vieler Erkrankungen helfen, schloss Ueffing ihren Vortrag bei der Veranstaltung des Fördervereins. Wann es eingesetzt wird, muss individuell immer mit dem Patienten besprochen werden.

Quelle: RP
 
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