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Mönchengladbach
NVV-Energieexperten gaben Rat

Mönchengladbach. Kann ich bei mir eine Erdreich-Wärmepumpe einbauen? Lohnt es sich, eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach zu installieren? Das waren Fragen, die Energieexperten der NVV gestern am Heißen Draht beantworteten. Von Andreas Gruhn

Wer sich beim Anblick der letzten Heizkostenabrechnung darüber gewundert hat, wie lang Zahlen sein können, für den könnten sich neue, alternative Energien rentieren. Nur ist das manchmal leichter gesagt, als getan. Gestern beantworteten vier Experten vom Versorger NVV alle Fragen der RP-Leser am Telefon, am Heißen Draht der Rheinischen Post.

Horst Bähren beschäftigt sich derzeit damit, seine Heizungsanlage auf Wärmepumpe umzustellen. "Ist bei mir denn der Einbau einer Erdreich-Wärmepumpe möglich?", wollte der 52-Jährige wissen. Dr. Wolfgang Hüppe, Geschäftsführer der NEW-Energie, wusste Antwort: "Das hängt von mehreren Faktoren ab: Von der Bodenbeschaffenheit zum Beispiel, oder der Wasserqualität, wobei sich dabei noch die Möglichkeit bietet, auf eine Luftwärmepumpe auszuweichen. Speziell muss man das aber am besten vor Ort klären." Für eine Wärmepumpe biete die NEW Energie Contracting-Angebote an, bei denen Investment und Wärmeführung über einen Zeitraum von bis zur 15 Jahren übernommen würden.

Ein weiteres Thema, das die Anrufer beschäftigte, war der Bau von Photovoltaik-Anlagen. Denn noch gilt bis zum 1. Juli die alte Vergütung für die Einspeisung von Strom aus Solaranlagen. Dieser Satz wird im Sommer jedoch um 16 Prozent gekürzt. "Lohnt es sich denn für mich jetzt noch, eine Photovoltaik-Anlage auf das Dach zu bauen?" fragte Gerd Schmalen (55) die Experten. Markus Palic, Geschäftsführer der NVV-Tochter NEW Re und Spezialist für regenerative Energien, riet dem Anrufer: "Ja. Denn den Preise für die Anlagen sind schon vor der Gesetzesnovelle gesunken. Wenn man jetzt noch die alte Einspeisevergütung mitnimmt, ergibt das eine zweistellige Rendite."

Ab wann eine Anlage mitsamt Wechselrichtern als in Betrieb genommen gilt, ist klar geregelt: "Wenn sie vor dem 1. Juli montiert ist", sagt Palic. In diesem Fall wird die Einspeisung von Energie noch bis maximal 39,14 Cent pro Kilowattstunde vergütet – und das gesetzlich garantiert für die nächsten 20 Jahre. Hans-Peter Jansen (65) wollte wissen, ob sich eine Photovoltaik-Anlage auf seinem 150 Quadratmeter großen Flachdach auch nach dem 1. Juli noch lohnt. "Ein Flachdach ist sehr gut zum Ausrichten der Kollektoren geeignet. Da die Kosten für Photovoltaik-Anlagen nach Juli weiter sinken werden, wird die Wirtschaftlichkeit noch gegeben sein", sagte Palic. Auch die in Wanlo geplante Biogas-Anlage, die ab Herbst 2011 aus Gülle und Mais Energie gewinnen soll, war Thema am Heißen Draht. Hannelore Huber (58) diskutierte leidenschaftlich mit Markus Palic. "Ich finde die Idee ganz hervorragend. Aber wird das nicht den Verkehr in Wanlo belasten?" Palic erklärte einen der wesentlichen Faktoren bei der Planung: "Die gute Autobahnanbindung hat mit den Ausschlag für Wanlo gegeben." Demnächst wird die Biogas-Anlage Thema auf einer Bürgerversammlung sein, bei der die Experten der NVV die Planung genau vorstellen.

Die Serie "Neue Energie" ist eine Kooperation von NVV und Rheinischer Post.

Quelle: RP
 
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