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Mönchengladbach
OB Reiners: Flüchtlingsheime müssen Qualität haben

Mönchengladbach. Zwei Themen spielen bei der Hauptversammlung des Deutschen Städtetags in Dresden eine besondere Rolle: Wie lässt sich die Schere zwischen "boom towns", also Städten mit besonderer Anziehungskraft, und solchen, die besonders unter den Kosten für Soziales leiden, schließen? Und wie können die Städte und Gemeinden mit der Welle an Asylbewerbern umgehen? Von Ralf Jüngermann

Beide Themen betreffen Mönchengladbach unmittelbar, und entsprechend aufmerksam verfolgte die Delegation aus Mönchengladbach mit Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners an der Spitze die Debatten in Dresden. Einig waren sich die Vertreter der Städte, dass die Kommunen mit den Kosten für die Unterbringung der Asylbewerber überfordert sind. Auch auf Gladbach kommen durch den geplanten Bau eines weiteren Flüchtlingsheims und die Nutzung des Theaters im Nordpark zusätzliche Kosten in Millionenhöhe zu. Gleichzeitig sei es wichtig, bei den Unterkünften auf Qualität zu setzen. "Wir brauchen da keinen Luxus, aber ordentliche Lösungen. Auch solche Unterkünfte prägen das Bild einer Stadt", sagte Reiners. Die Städte seien gefordert, die Menschen, die dauerhaft in Deutschland bleiben, zu integrieren. "Das können wir. Das ist unser Geschäft", sagte Reiners. Er wurde einstimmig in das 39-köpfige Präsidium des Deutschen Städtetags gewählt, dem auch schon sein Vorgänger Norbert Bude angehört hatte. "Der Austausch mit den Kollegen aus anderen Städten über alle Parteigrenzen hinweg ist wertvoll. Viele von uns haben ähnliche Probleme. Wir können voneinander lernen", so Reiners. Neben dem Oberbürgermeister sind auch die Ratsmitglieder Martin Heinen, Frank Eibenberger (CDU), Horst Peter Vennen (SPD) und Dr. Gerd Brenner (Grüne) in Dresden.

Quelle: RP
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