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Mönchengladbach
OB Reiners lobt Bürgerdialog und verspricht mehr Online-Service

Mönchengladbach. Die Gladbacher bringen sich immer mehr ein, wenn es um die Zukunft der Stadt geht. "Nicht meckern, sondern machen" - diesen Ansatz stellt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (CDU) in seinem Grußwort zum Jahreswechsel heraus. Und nennt Beispiele: Masterplan Nahmobilität, Entwurfswerkstatt Maria-Hilf-Gelände, Innenstadt-Dialog mit dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept für Alt-Gladbach nach dem Vorbild der Sozialen Stadt Rheydt. Reiners erkennt eine dynamische Entwicklung der Stadt, an der viele Bürger, Gruppen und Vereine beteiligt sind. "Vieles ist in Bewegung. Unsere Stadt hat einen Lauf", schreibt er.

Dabei stellt er die Strategie "MG+ Wachsende Stadt" heraus, die sich nachhaltig positiv auswirke. Mönchengladbach zeige ein Selbstbewusstsein wie lange nicht, und dies hätten ihm auch die zum Teil internationalen Investoren bestätigt, "die auf Mönchengladbach schauen und in unserer Stadt aktiv werden wollen". City Ost, Haus Westland und die Roermonder Höfe nennt Reiners als Beispiele. "Insgesamt etwa 2000 Wohneinheiten für 5000 Menschen sollen laut Prognosen dank neuer Entwicklungsflächen in den nächsten fünf Jahren entstehen", sagt Reiners und schließt da das Reme- und das Maria-Hilf-Gelände mit ein. Schon jetzt könne die Stadt Investoren und Häuslebauer einiges bieten: "Aktuell befinden sich mehr als 1600 zusätzliche Wohneinheiten in der Vermarktung und Umsetzung, weitere 570 lassen sich in den kommenden zwei Jahren realisieren. Unser Ziel ist es, im Sinne der ,Wachsenden Stadt' die am Ort lebenden und arbeitenden Menschen zu halten und zusätzliche Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen."

Große Hoffnungen verbindet Reiners mit dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept für Alt-Gladbach. Er rechnet damit, dass die mehr als 60 Projekte zu einer spürbaren Belebung und Aufwertung des Innenstadt-Kerns führen können. "Da liegt noch viel Arbeit vor uns, und längst nicht alle Vorhaben sind in trockenen Tüchern", so Reiners. Tatsächlich hat die Stadt zwar gute Chancen, in das Förderprogramm zu kommen, aber eine Entscheidung ist darüber noch nicht gefallen. Man habe aber nicht nur die Innenstadt, sondern auch die Stadtteile im Blick. Als Beispiele nennt er die Neugestaltung des Mühlentorplatzes in Rheindahlen und das Quartierskonzept, das für 44 Stadtteile entwickelt werde.

Veränderungen bei der Stadtverwaltung kündigt er an. Das Thema Digitalisierung sei nicht nur eine Kernaufgabe der städtischen Wirtschaftsförderung, sie sei auch für eine moderne Verwaltung bedeutsam: "Unser Ziel ist es, zukünftig möglichst viele Dienstleistungen der Stadtverwaltung online abwickeln zu können und dadurch den Service spürbar zu verbessern." Wirtschaftliche Vorteile verspreche sich die Stadt durch ein neues zentrales Rathaus in Rheydt. Ein Sanierungsstau von etwa 70 Millionen Euro bei bestehenden Verwaltungsstandorten spreche für diesen Schritt. Reiners mahnt, soziale Probleme nicht aus dem Blick zu verlieren: "Die Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit, vor allem durch die Qualifikation und Ausbildung junger Menschen hat für mich oberste Priorität."

(web)
 
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