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Mönchengladbach
Oettinger holt Energieeffizienzpreis der IHK

Mönchengladbach. Ein Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme- und Kältekopplung bei der Oettinger Brauerei in Mönchengladbach, ein neuartiger Wärmetauscher bei der Krefelder Laufenberg GmbH und ein innovatives Walzwerk bei der Kempener Nappo & Moritz GmbH - drei wegweisende Energieeffizienzprojekte hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein jetzt ausgezeichnet. Zum zweiten Mal vergab die IHK gemeinsam mit den Energieversorgern der Region ihren Energieeffizienzpreis. "Damit wollen wir Unternehmen ehren, die erfolgreich Energieeffizienzprojekte im eigenen Unternehmen umgesetzt haben", sagte IHK-Präsident Heinz Schmidt, der mit Wirtschaftsminister Garrelt Duin und IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz die Preise überreichte.

Den ersten Platz sicherte sich Oettinger. Die Brauerei hat in ein Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme- und Kältekopplung investiert. "Wir gehen davon aus, dass sich unser Verbrauch an extern angeliefertem Strom dauerhaft um etwa ein Drittel verringert", so Geschäftsführer Karl Liebl. Das Herz der derzeit im Probebetrieb laufenden Kraftwerksanlage ist ein 16-Zylinder-Erdgasmotor mit einer Leistung von 2000 Kilowatt, der zunächst Strom und Wärme für verschiedene Prozesse in der Produktion erzeugt. Die Abgaswärme des Motors wird für die Nachheizung des Heißwassers eingesetzt, das für den Sudprozess ebenso benötigt wird wie für die Flaschenreinigung und die Reinigung der Rohrleitungen. Über einen weiteren geschlossenen Kreislauf lässt sich die Motorwärme in einer Ammoniak-Absorptionsanlage für die Erzeugung von Kälte nutzen, und schließlich kann die Restwärme noch das aus eigenen Brunnen geförderte Wasser für den Brauprozess auf Temperatur bringen. Die Investitionskosten von rund 1,5 Millionen Euro in das Blockheizkraftwerk sollen sich bereits in gut zwei Jahren amortisiert haben. Zur Einstimmung auf die Preisverleihung sprachen Schmidt, Duin und Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutsche Energie-Agentur. "Die Wirtschaft - auch am Niederrhein - hat ihren Beitrag zur Energieeffizienz geleistet und wird ihn weiter leisten", sagte Schmidt und appellierte an die Adresse der Politik. "Wachen Sie bei aller Notwendigkeit zum Klimaschutz darüber, dass Industrie bei uns eine Zukunft hat."

Der Energieeffizienzpreis wurde mit Unterstützung der Stadtwerke Krefeld, der Stadtwerke Neuss und der NEW ausgelobt. Aus 28 Bewerbungen hatte eine Fachjury drei Preisträger ermittelt. Infos unter www.ihk-energieeffizienzpreis.de.

(tler)
 
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