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"Oft an den toten Stiefvater gedacht"

Mönchengladbach. CDU-Abgeordneter Frank Boss über die ersten Gedanken nach dem Sieg.

Vor einigen Wochen ist Ihr Stiefvater Werner Wolf gestorben. Er hat Ihre politische Laufbahn sehr gefördert. Wie oft haben Sie in den vergangenen Stunden an ihn gedacht?

Frank boss Ich habe ständig an ihn gedacht. Wir hatten ein sehr enges Verhältnis, er hat mich in meiner politischen Arbeit sehr unterstützt und sie begleitet. Ich würde viel darum geben, wenn er diesen Abend noch miterleben könnte. Aber ich bin sicher: Er wird es mitbekommen.

Sie sind Geschäftsführer der CDU-Fraktion in der Landschaftsversammlung Rheinland. Verträgt sich das zeitlich: Landschaftsabgeordneter für die CDU in Düsseldorf und dann noch dieser Job?

Boss Das werde ich in Ruhe abwarten. Ich habe mit meinem Fraktionsvorsitzenden alle Möglichkeiten im Vorfeld besprochen. Jetzt gehe ich diese Aufgabe in Ruhe an, und dann wird man sehen, was so alles möglich ist. Das wird jetzt keinen Schnellschuss geben.

Wann war Ihnen klar, dass es dieses Mal klappen könnte? Mit Hans-Willi Körfges hatten sie einen Mitbewerber ums Direktmandat, der über großes Renommee in der Stadt verfügt.

Boss Es war klar, dass es eng werden würde. Aber ich hatte ein gutes Gefühl, weil wir mit Innerer Sicherheit und Bildung die richtigen Themen gewählt hatten. Außerdem hatten wir ein tolles Team, das acht Monate intensiv Wahlkampf gemacht hat.

Acht Monate Wahlkampf - das schlaucht aber auch. Wie haben Sie den Wahlkampf überstanden?

Boss Es war wirklich mitunter sehr hart. Am Samstag haben wir noch bis 24 Uhr Wahlkampf gemacht. Zwischendurch dann noch der Tod meines Stiefvaters, und eine kleine Krankheit hatte ich mir auch noch eingehandelt. Aber wenn das alles so ausgeht, hat sich diese harte Arbeit doch gelohnt.

Und was sagen Ihre Ehefrau Dagmar und Ihre Tochter Sandra zu diesem Erfolg?

Boss Sie sind happy, einfach nur happy.

Im Wahlkampf haben Sie mit Jochen Klenner immer ein funktionierendes Team gebildet . . .

Boss . . . und daran wird sich auch nichts ändern. Wir gehen zusammen als Landtagsabgeordnete nach Düsseldorf, und über die gemeinsame Zeit freue ich mich.

Sie sind Ratsherr. Wird sich daran etwas ändern?

Boss Nein, warum? Das Ratsmandat werde ich behalten.

DIETER WEBER FÜHRTE DAS INTERVIEW

Quelle: RP
 
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