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Mönchengladbach
Olaf Nöller ist seit 25 Jahren Pfarrer in Rheydt

Mönchengladbach. Vielleicht war es der Marmorkuchen, den ihm Pfarrer Hermann Luckenbach servierte. Vielleicht war es die Erinnerung an die Religionsstunden bei Pfarrer Harald Kamp im Hugo-Junkers-Gymnasium, die den Ausschlag gab. Vielleicht war es Gottes Fügung, die Olaf Nöller (58) vor 25 Jahren bewog, "Ja" zu sagen. Und zwar auf das Angebot von Luckenbach und der Evangelischen Kirchengemeinde Rheydt, ihr Pfarrer zu werden. Am 3. November 1991 wurde er als Seelsorger in Rheydt eingeführt: Morgen feiert er das 25-Jährige um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Hauptkirche und um 15.30 Uhr mit einem Empfang im Gemeindezentrum Rheydt-West (Lenßenstraße 15). Von Dieter Weber

Pfarrer zu werden, dies war ursprünglich nicht Nöllers Plan. Er entstammt aus einem Elternhaus, das diese Absicht nicht besonders förderte. Der "Bonnebröker Jung" Nöller besuchte zunächst die Realschule Volksgarten, dann das Hugo-Junkers-Gymnasium, wo er Abitur machte. Und während dieser letzten drei Jahre kam er mit Pfarrer Kamp in Kontakt und begeisterte sich für die Jugendarbeit der Rheydter Kirchengemeinde. Als 17-Jähriger bastelte Nöller die Hauptkirche als Papiermodell, und "seitdem beschäftige ich mich mit dieser Kirche". Nach einer "intensiven Studienzeit" war er erst Vikar in Dormagen und sollte Pfarrer in Neuss werden - als der Ruf aus der Heimatstadt kam. Es war eine Bauchentscheidung, dieses Angebot anzunehmen. Trotz einer kritischen Distanz.

Als er das erste Mal als Pfarrer mit dem Rad durch Rheydt fuhr, dachte er noch: "Mein Gott! Du bist ja wieder in Rheydt!" Und heute? Nöller: "Da sage ich: ,Danke Gott, dass ich wieder in Rheydt sein darf!'"

Quelle: RP
 
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