| 16.22 Uhr

Mönchengladbach
Paradiesvögel zeigen Haut

Tattoo-Convention in Mönchengladbach
Tattoo-Convention in Mönchengladbach FOTO: Hans-Peter Reichartz
Mönchengladbach. Ein monotones Summen begleitete den Besucher beim Gang durch die Kaiser-Friedrich-Halle. Etliche Nadeln stachen in hunderte Häute und färbten diese bunt. Aus aller Welt waren Tätowierer angereist und hatten ihre Nadeln mitgebracht zur "Tattoo Ink Explosion”, der ersten Tattoo-Convention in Mönchengladbach. Von Stephen Pieres

Auf der Messe gab es einiges zu sehen: grüne Drachen, bunte Paradiesvögel oder schwarz-weiße Gesichter. Die nackte Haut, die gezeigt wurde, war verziert mit den unterschiedlichsten Motiven. "Wir haben hier weltbekannte Tätowierer”, erklärte Andy Schmidt, Veranstalter der Tattoo Ink Explosion. "Unter anderem aus Amerika Mike DeVries oder Hannah Aitchison, die aus der Fernsehserie LA Ink bekannt ist.”

Da Schmidt selber ein Tattoo-Studio leitet, weiß er, worauf es bei einer Tattoo-Messe ankommt und hat etwas für Deutschland ganz Neues ins Programm genommen. "Es werden Seminare von den Künstlern angeboten. Dabei erklären sie einige Tricks und Kniffe aus ihrem Spezialgebiet, so dass andere Tätowierer davon lernen können.”

Während manche Besucher sich neue Tattoos stechen ließen, standen andere auf der Bühne und zeigten ihre farbenfrohe Haut. "Hier laufen verschiedene Wettbewerbe, bei denen sich jeder, der ein Tattoo hat, anmelden kann”, erklärte Nadja Schneider vom Tätowier-Magazin. "In Kategorien wie ,Asien‘ oder ,bestes Farb-Tattoo‘ aufgeteilt, wurden die Bilder von einer Fach-Jury bewertet. Am Ende des Tages wird noch der "best-of-day” ermittelt, also das beste, an diesem Tag gestochene Tattoo.” Auf die Gewinner warteten kleine, handgefertigte Surfbretter im Hawaii-Stil.

Außerdem wurden jeden Abend Bilder versteigert, die Künstler im Laufe des Tages auf der Bühne gemalt haben. Der Erlös geht an den Kinderschutzbund für Missbrauchsopfer. Schmidt ist zufrieden mit der Messe. "Die Resonanz des Publikums ist gut.” Besonders ansprechend war für alle die Lokalität. "Die Kaiser-Friedrich-Halle ist ein Traum. Das Ambiente passt einfach. Das sagen auch unsere Gäste aus Amerika.”

Quelle: RP
 
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