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Mönchengladbach
Ein Zeichen gegen Terror

Paris: Künstler aus Mönchengladbach setzt Zeichen gegen Terror
"Ich musste malen, weil ich so unglaublich traurig bin", sagt Peter Smolka. FOTO: Ilgner Detlef
Mönchengladbach. Jeder versucht auf seine Weise mit der Fassungslosigkeit, der Trauer, der Wut umzugehen. Der Mönchengladbacher Künstler Peter Smolka reagierte auf die schrecklichen Nachrichten aus Paris, indem er zu Pinsel und Farbe griff, nach draußen auf die Gasthausstraße ging und einen Stromkasten bemalte. Von Inge Schnettler und Dieter Weber

Blau-weiß-rot: Die Tricolore ist der Untergrund. Darauf das Peace-Zeichen mit dem Eiffelturm. Dieses Zeichen geht seit den Terroranschlägen in Frankreich um die Welt. "Ich habe ganz spontan reagiert", sagt Peter Smolka.

So gedenkt die Region der Opfer in Paris FOTO: dpa, mjh wst

"Ich musste malen, weil ich so unglaublich traurig bin." Die dunklen Punkte unten links stehen für die Kugeln, von denen die Menschen getötet wurden. Das Rot der Tricolore läuft wie Blut zum Boden. Zuerst war es ein Schock. Dann dachte sie an ihre Verwandten in Frankreich. Die gute Laune nach der Karnevalsveranstaltung am Freitagabend war bei Janie Boms-Homann im Nu verflogen. "Ich habe mich sofort bei meinen in der Bretagne lebenden Angehörigen vergewissert, dass es ihnen gut geht und niemand von ihnen während des Terroranschlags in Paris war", sagt die Karnevalsprinzessin der vergangenen Session.

Janie Boms-Homann hat eine französische Mutter und verbrachte ihre Kindheit zeitweise in der Bretagne. "Paris ist meine Stadt. Ich war oft da. Ich liebe Paris", sagt sie. Noch auf der Rückfahrt vom Karnevalstermin nach Hause verfolgte sie alle Nachrichten, danach saß sie stundenlang vor dem TV. "Ich fühle eine große Hilflosigkeit. Die Welt sieht seit Freitagabend anders aus. Und trotzdem: Wir dürfen uns unser Alltagsleben nicht von Terroristen kaputtmachen lassen.

Düsseldorfer treffen sich zur Mahnwache am Burgplatz FOTO: dpa, mjh wst

" Eine große Sorge hat sie nach dem Terroranschlag. "Wir dürfen gerade jetzt bei der Flüchtlingsdebatte nicht alles in einen Topf werfen und alles über einen Kamm scheren. Nicht alle, die aus Syrien kommen, sind schlecht. Schwarze Schafe gibt es überall, auch hier in Deutschland", sagt sie.

Wie andere Menschen in der Region ihre Trauer bekunden, sehen Sie in dieser Bilderstrecke. 

Quelle: RP
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