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Mönchengladbach
Parken: Süden wehrt sich vergebens

Mönchengladbach: Parken: Süden wehrt sich vergebens
Mehr Geld wird in Parkautomaten wie diesem hier landen. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. Auch eine eigens einberufene Mitgliederversammlung der SPD Rheydt/Odenkirchen ändert nichts: Das Parken wird nur in den Innenstädten teurer. Von Ralf Jüngermann

Es grummelt zum ersten Mal hörbar in der Großen Koalition, und das bei der SPD lauter als bei der CDU. Dass nun - anders als 2012 beschlossen -das Parken doch nicht in Rheindahlen, Neuwerk und Giesenkirchen und Odenkirchen, sondern nur in den beiden Innenstädten von Rheydt und Gladbach teurer werden soll, sorgt in der Süd-SPD für erheblichen Unmut. Nach einer Mitgliederversammlung am Wochenende, bei der sich die Mitglieder einstimmig dafür aussprachen, auch die Gebühren in den Außenbezirken zu erhöhen, attackiert Matthias Poser, Vorsitzender der SPD Rheydt/Odenkirchen, den Koalitionspartner CDU unverblümt: Es sei den Bürgern nicht zu vermitteln, warum schon beschlossene Sparmaßnahmen "nur aufgrund von persönlichen Befindlichkeiten innerhalb der CDU-Fraktion in Frage gestellt werden", so Poser.

Auch CDU-Vertreter empfinden die Abkehr, für sie sich nicht zuletzt die Odenkirchener CDU stark gemacht hatte, als ungerecht. Wie sehr die Regelung die SPD Rheydt/Odenkirchen ärgert, zeigt dieses Statement: "Wenn die CDU Odenkirchen keine Parkgebühren möchte, soll sie den Bürgern auch erklären, dass das Odenkirchener Bürgeramt so nicht mehr aufrecht erhalten werden kann", so Matthias Poser. Faktisch haben die beiden Themen nichts miteinander zu tun. Die Kritiker finden weder in der SPD, die gestern am späten Abend noch einmal das Thema beriet, noch in der CDU eine Mehrheit.

Es gilt weiter: Das Parken in beiden Innenstädten soll um 30 Cent pro Stunde teurer werden. Die Stadt kalkuliert als Folge daraus mit 350 000 Euro zusätzlich pro Jahr.

Quelle: RP
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