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Mönchengladbach
Pfarrer Clancett spricht im Radio zu den Eheleuten Birgit und Hans

Mönchengladbach. Der Mönchengladbacher Regionaldekan und Seelsorger Ulrich Clancett gestaltet regelmäßig Morgenandachten für die WDR-Radiokanäle. Von Gundhild Tillmanns

Wenn Pfarrer Ulrich Clancett in "seiner" Pfarrkirche St. Jakobus predigt, dann entgeht ihm keine Regung in der Gemeinde: "Ich merke sofort, wenn Pausenstimmung aufkommt. Dann räuspern sich die Leute immer öfter oder schauen nicht mehr nur nach vorne. Dann muss ich langsam zum Ende kommen", weiß Regionaldekan Clancett, der sich nach Möglichkeit an eine Obergrenze von acht Minuten für seine Predigten hält.

Hat er in den Kirchen die Reaktionen der Zuhörer unmittelbar vor Augen, so ist das bei seinen Radio-Beiträgen ganz anders. Da predigt Clancett nämlich für das imaginäre Ehepaar Birgit und Hans. Sie haben einen akademischen Abschluss, zwei Kinder und ein Haus: Birgit und Hans werden die Protagonisten genannt, die bei einer Untersuchung durch eine Unternehmensberatung für den WDR sozusagen als typisches Hörerprofil herausgekommen seien, berichtet Clancett. Nicht zum ersten Mal bereitet Clancett jetzt seine Vier-Minuten-Morgenandachten für alle Birgits und Hänse in der Bundesrepublik Deutschland und für die Auslandshörer vor. Bereits seit mehreren Jahren gestaltet Ulrich Clancett Kurzbeiträge dieser Art für das Radio ebenso wie Sonntagspredigten und die 20-minütige Sendung "Geistliches Wort" oder auch im Kölner Dom-Radio das "Tagesevangelium".

Eine Sprecherschulung hat er mit weiteren "Radio-Pfarrern" im Bistum absolviert. Rhetorik ist zudem ein Fach, das im Theologiestudium vorkam. Die Themen für seine Radiobeiträge findet er spontan, meistens mit aktuellem Bezug. Ein Beispiel: So habe er das Thema "Freitagsgebet" aufgrund eines besonderen Erlebnisses gewählt: "Ich habe in Jerusalem einen arabischen Christen kennengelernt, der freitags gemeinsam mit den Moslems betete", sagt Clancett. Reaktionen bekomme er nicht nur auf seine Predigten in den Kirchen, sondern auch immer etliche Kommentare zu seinen Radiobeiträgen, sagt der Pfarrer und verrät: "Ich habe meine Stammhörer. Das erste Echo bekomme ich stets aus Spanien von einem Freund, der da an der Costa Blanca lebt."

Quelle: RP
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