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Mönchengladbach
Philippus-Akademie: Treffen mit europäischen Partnern

Mönchengladbach. Die Philippus-Akademie des evangelischen Kirchenkreises ist Partner eines europäischen Erasmus-Projekts, in dem Fachleute aus Italien, Estland, Ungarn und Tschechien in den nächsten zwei Jahren Standards für den Umgang mit Migranten und Konzepte für deren Integration entwickeln werden.

Beim zweitägigen Auftakttreffen in Rheydt ging es jetzt vor allem darum, die Strategie für die nächste Zeit zu entwickeln. Die Konferenz-Teilnehmer waren sich einig, dass die Qualifizierung und Unterstützung von Ehrenamtlichen von großer Bedeutung ist. Aus diesem Grund wird die Arbeitsgruppe ein europäisches Curriculum für die Freiwilligenarbeit entwickeln. Martina Wasserloos-Strunk, Leiterin der Philippus-Akademie, freut sich, ihre Erfahrungen bei der Qualifizierung von Ehrenamtlichen beisteuern zu können: "In den europäischen Partnerländern arbeiten Freiwillige häufig auf eigene Faust und fühlen sich dann schnell ausgepowert!"

Auftakt wird eine Freiwilligenkonferenz in einem der beteiligten Partnerländer sein. "Es ist uns wichtig, dass die Freiwilligen als Experten zu Wort kommen. Schließlich können wir nicht über sie hinweg sagen, was gut für sie ist", sagte Filip Habrmann aus Tschechien.

Als Beispiel für gelungene interkulturelle Kommunikation besuchte die europäische Gruppe den muslimischen Verein Irfan, mit dem die Philippus-Akademie seit einiger Zeit eine Kooperationsvereinbarung hat. Hier finden Bildungsveranstaltungen für Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit - und zwar in christlicher und muslimischer Trägerschaft - statt.

Mehmet Köroglu, der Imam des Vereins, begrüßte die Gäste und Ehrenamtlichen mit den Worten: "In dieser Welt bemüht sich jeder darum, glücklich zu sein. Aber Sie arbeiten, um glücklich zu machen." Und Superintendent Dietrich Denker ergänzte: "Ich bin froh und auch ein wenig stolz, dass es uns in unserem Kirchenkreis mit der Philippus- Akademie und der Zusammenarbeit mit Irfan gelungen ist, einen interkulturellen und interreligiösen Lernort, der ja auch ein Lebensraum ist, zu schaffen."

Das nächste Treffen der Gruppe soll im März 2017 in Italien stattfinden.

(web)
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