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Mönchengladbach
Physik kann auch Spaß machen

Mönchengladbach: Physik kann auch Spaß machen
Die Physikanten haben gezeigt, wie Physik auch Spaß machen kann und nebenbei so einiges erklärt. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Der Initiativkreis hatte die Physikanten in die KFH eingeladen. Das Duo zeigte 1700 Kin- dern von 20 Schulen auf lustige Weise Phä- nomene des Alltags. Mal stieg Feuer auf, mal waberte weißer Nebel. Von Christian Lingen

Es ist ein Graus für die meisten Schüler. Da erklärt der Physiklehrer Stromkreise, das Newton-Verfahren oder andere Dinge, die so manchem Pennäler merkwürdig erscheinen. Ganz schön langweilig finden das die meisten. Dabei kann Physik auch Spaß machen. Zum Beispiel dann, wenn große Nebelringe durch die Kaiser-Friedrich-Halle wabern oder eine Feuerfontäne auf der Bühne gen Decke schießt.

Auf Einladung des Initiativkreises Mönchengladbach gastierten die Physikanten in der Kaiser-Friedrich-Halle und begeisterten in drei Vorstellungen rund 1700 Schüler von 20 Gladbacher Schulen. Physik locker flockig präsentiert und am Alltag erklärt: So macht der Unterricht Spaß.

"Ich habe da einmal etwas vorbereitet", kündigte Volker Büdts den Kindern an und schob einen roten Kastenwagen auf die Bühne. Das gefüllte Wasserglas, das er daraus hervorholte, war dann wenig spektakulär. Was er damit machte, war es schon eher. An ein Seil gebunden wirbelte er das Glas durch die Luft, ohne einen Tropfen zu verschütten. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Zentrifugalkraft. Das wussten auch die Kinder. Sie hatten sich im Unterricht auf die Physik-Show vorbereitet. "So, das war der lustige Teil. Kommen wir zur Physik. Hefte raus!", stampfte ein scheinbar wütender Sascha Schiffbauer, der einen verrückten Professor gab, auf die Bühne. Tatsächlich wurden die Versuche mitreißender. Der Professor erzeugte einen Laserstrahl und hielt dann verschiedene Gegenstände hinein. Dabei entstanden immer andere Klänge. Auf die Spitze trieb er den Versuch mit einem Kamm. Den bewegte er so geschickt durch den Laserstrahl, dass Bassklänge wie bei Technomusik entstanden. Die Kinder tobten.

Mit einem weißen Pulver, einem Superabsorber, verwandelte der Professor Cola in braunen Pudding. "Wo ist das Pulver im Alltag zu finden?", fragte er die Kinder. "Bei Amazon", war die Antwort. Leider falsch. Tatsächlich wird es in Windeln verwendet. Einige Versuche später wurde es dann doch spektakulär. Unter den Augen einiger Feuerwehrleute entzündeten die Physikanten ein offenes Feuer, stülpten einen Kamin darüber und drehten ihn rasend schnell. Nach wenigen Sekunden schossen oben die Flammen heraus. "Durch das Drehen steigt die Luft nach oben und zieht das Feuer mit sich. Das nennt man Feuertornado. Die kommen auch in der Natur vor. Im Moment bei den Waldbränden in Kanada", erklärte Sascha Schiffbauer das Phänomen.

Der absolute Höhepunkt für die Kinder kam aber noch. Mit einer Nebelmaschine füllten sie PET-Flaschen und eine große Trommel, klopften auf die Gerätschaften und ließen damit große weiße Ringe durch die Luft über die Köpfe der Kinder wabern. Die Schüler sprangen vor Begeisterung auf ihren Stühlen auf und ab. Zum Schluss zeigten die Physikanten noch, wie man Strom durch Menschen fließen lassen kann und dass Helium für eine hohe Stimmung sorgt. Physikunterricht kann also Spaß machen. Es kommt auf die richtige Unterrichtsmethode an.

Quelle: RP
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