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Mönchengladbach
Pinball begeistert die Rock'n'Roll-Fans

Mönchengladbach. Petrus muss ein Elvis-Fan sein, mutmaßte Moderator Frank Nießen, der am Morgen vor dem zweiten Konzert im NEW-Musiksommer von einer Unwetterwarnung geweckt worden war. Doch bis auf ein wenig Nieselregen blieb es rund um die Konzertmuschel an der Kaiser-Friedrich-Halle trocken, als es zum Auftritt der Rock´n Roll Band Pinball hieß "Elvis kommt". Von Angela Wilms-Adrians

Klaus "Elvis" Elschenbroich und seine Jungs zwischen Anfang 50 und knapp 70 Jahren ließen zu Songs vom King of Rock'n'Roll die Wolken vergessen. Aufgemischt um Hits von Ikonen wie Chuck Berry, Little Richard, Fats Domino, die Rolling Stones und Jerry L. Lewis servierten die sechs Musiker eine Mischung, die das Lebensgefühl einer ganzen Generation widerspiegelte. Unter den Besuchern, die sich bis auf die Festwiese im Bunten Garten drängten, waren aber nicht nur die gefühlten Rock'n'Roller von einst. Von zwei bis 90 Jahren waren so ziemlich alle Altersstufen vertreten. Der dreijährige Cem Lolaklar tanzte und klatschte so begeistert mit, dass er nicht einmal Zeit für einen Lutscher hatte, während Elschenbroichs 91-jährige Mutter einen Sitzplatz genießen konnte. Immer wieder fanden sich vor der Konzertmuschel Paare, die zeigten, dass sie auch tänzerisch den Rock´n Roll drauf haben. Andere wippten zumindest mit den Füßen und wiegten sich selbstvergessen zum Rhythmus. Frontsänger Elschenbroich verzichtete zwar anders als sein Idol auf äußeren Glitter und Pomp, transportierte aber entschieden den Sound der 50er Jahre in der rebellischen Frische von einst.

Er war es, der daran erinnerte, dass Elvis Presley in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden wäre. Achim Rietzler begeisterte mit heißen Saxophonsoli, während Gitarrist "Dufte" Wolfgang Albers sowie Bassist Willi Bergen ihre Instrumente energiegeladen wummern ließen und Carlo Heinen am Schlagzeug und Hardy Fischer am Piano rasant Gas gaben.

Mit "Roll over Beethoven", "Rock around the clock", "Memphis, Memphis Tennessee" und "Tutti Frutti" drehte Pinball zum Ende hin noch einmal extra temperamentvoll auf. So steigerten die Sechs auf der Zielgeraden zur Bekanntgabe des Spendenergebnisses die erwartungsvolle Spannung.

In der Pause hatte Heinz Menkhorst vom Vorstand des Fördervereins Zukunft für Deutschlands Kinder für die gemeinnützige Arbeit des Vereins geworben. Dieser unterstützt insbesondere Kinder von sozial schwachen Familien. Viele Kinder würden ohne Frühstück aus dem Haus geschickt, in solchen Fällen wolle der Verein zum Beispiel helfen, berichtete Menkhorst. Die Spendenhöhe dürfte ihm gefallen haben: 2.028,30 Euro hatten seine Mitstreiter in der Pause gesammelt.

Quelle: RP
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