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Mönchengladbach
Pirat Reiner Gutowski verlässt die PiPa-Gruppe

Mönchengladbach. Schluss mit lustig: Pirat Reiner Gutowski verlässt die PiPa-Gruppe. Von Jan Schnettler

Sie war ein kommunalpolitisches Novum für Gladbach: die PiPa-Ratsgruppe, gebildet aus Mitgliedern der Piraten und der Satire-Partei "Die Partei". "War", denn seit gestern ist das Bündnis Geschichte. PiPa-Vorsitzender Reiner Gutowski (Piraten) teilte mit, die Ratsgruppe zu verlassen. "Ich möchte auch über 2020 hinaus Politik machen und mich darum neu orientieren", sagte Gutowski. Auch das Thema Sperrklausel habe dabei eine Rolle gespielt. Er wolle in die FDP eintreten, entsprechende Gespräche mit der Fraktionsvorsitzenden Nicole Finger seien bereits geführt worden und würden am Montag anlässlich der Ratssitzung konkretisiert.

Den Liberalen habe er sich schon immer nahe gefühlt, sagte Gutowski weiter: "Ich habe sie früher immer ,Piraten ohne Internet' genannt. Das hat sich mittlerweile geändert." Er wolle zügig seine Doppelmitgliedschaft bei Piraten und "Die Partei" beenden und möglicherweise zunächst als Hospitant in der FDP-Fraktion anfangen, um dann reguläres Fraktionsmitglied zu werden. Auf die gemeinsame PiPa-Zeit blicke er zufrieden zurück. "Wir haben eine Menge erreicht - bei den Themen Rats-TV und IT etwa."

"Die Partei", mitgegründet von Satiriker Martin Sonneborn, zeigte sich ausnahmsweise nicht zu Scherzen aufgelegt. Von "Lügen und Verrat" war die Rede, von "erpressen" und "gebrochenen Absprachen". Gutowski habe sein "wahres Gesicht" gezeigt, als er plötzlich beide Plätze der PiPa-Ratsgruppe in den Verwaltungsräten von Mags und ITK Rheinland für sich beansprucht habe. Die Idee, bei der nächsten Wahl eine Wählergemeinschaft zu bilden, sei damit hinfällig gewesen. "Wir haben ihm Hausverbot erteilt", sagte Christian Ibels von "Die Partei". "Die Sache war mies. Hier hängen Jobs dran, nächste Woche sollte unser Jahrespraktikant anfangen."

"Auf dieses Niveau werde ich mich nicht herablassen", sagte Gutowski zu den Vorwürfen. "Ich habe lediglich Wünsche geäußert und wurde dann meinerseits mit etwas konfrontiert, zu dem ich sagen musste: So geht das einfach nicht."

Quelle: RP
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