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Mönchengladbach
Planspiel Börse: Math.-Nat. hat die Nase vorn

Mönchengladbach. Die Börse ist für viele ein undurchsichtiges Mysterium. Nicht aber für die Teams des Mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasiums, die als Börsianer auf Zeit beim Online-Wirtschaftsplanspiel ihr virtuelles Kapital erfolgreich vermehrt hatten. Nach zehn Börsenspielwochen beim Planspiel Börse der Stadtsparkasse belegte das Team "Amateurprofis" den ersten Platz auf lokaler Ebene. Das hatte sich in der Kategorie Depotwert gegen 57 Spielgruppen aus Mönchengladbach durchgesetzt. "Es war schon spannend, Kurswerte zu verfolgen, damit Profit zu machen und so in echt die Börse zu erleben", fasste der 14-jährige Ole Overkämping stellvertretend für seine Mitspieler zusammen. Bei der Nachhaltigkeitswertung ging der erste Platz ebenfalls an das "Math.-Nat.". Hier lag das Team "Börse Gurls" eindeutig vorne. Lehrerin Anja Wolkowski hatte sowohl die "Amateurprofis" als auch die "Börse Gurls" begleitet und wurde ihrerseits für die erfolgreiche Betreuung ausgezeichnet. Sie betonte allerdings: "Ich habe nur die Basis gelegt und mich ansonsten zurückgehalten." Von Angela Wilms-Adrians

In der Hauptgeschäftsstelle am Bismarckplatz wurden die Gewinner von Sparkassendirektor Helmut Wilms und Stephanie Oelers aus der Abteilung Marketingkommunikation ausgezeichnet und mit realen Geldpreisen belohnt. Wilms verriet, dass die "Amateurprofis" auf breite Standardwerte, wie Amazon, Google, McDonald's und Disney gesetzt und einen Wertzuwachs von 8,6 Prozent erwirtschaftet hatten. Der Erfolg wurde mit einem Scheck über 500 Euro versilbert. Das Team der "Street-Millionaire" von der Gesamtschule Volksgarten hatte immerhin noch ein Wachstum von 6,5 Prozent erzielt und damit das Team "Exponentielles Wachstum" vom Gymnasium Rheindahlen ganz knapp geschlagen und auf den dritten Platz verwiesen. "Im vergangenen Jahr hatten die Rheindahlener mit dem gleichen Team den ersten Platz belegt", erinnerte sich Wilms. Er war zudem stolz auf ein fünfköpfiges Team Mönchengladbacher Sparkassenauszubildender, die wie Studenten, Lehrer und Sparkassenmitarbeiter in gesonderten Wertungen die Börse erfolgreich beobachtet und gehandelt hatten. Die künftigen Bankkaufleute erzielten auf Ebene des Rheinischen Sparkassen und Giroverbandes den dritten Platz. Unter den studentischen Teilnehmern hatte ein Team der Hochschule Niederrhein den größten Erfolg. Mit 8,8 Prozent Wachstum war es noch ein wenig erfolgreicher als die Sieger unter den Schülern.

Wilms betonte, die erfolgreichen Jungbörsianer hätten mit verschiedenen Titeln nachhaltig agiert und damit gezeigt, dass "bewusstes Agieren erfolgreicher sei als ein hektisches". Für einen langfristigen Vermögensaufbau empfahl er trotz des schlechten Starts, den der Dax im noch neuen Jahr hatte: "Es geht kein Weg an Aktien vorbei."

Die diesbezüglich in Deutschland zu beobachtende Zurückhaltung erklärte er mit fehlenden Kenntnissen. Da dürften die Gewinner des Planspiels Börse nach der erfolgreichen Erprobungsphase mit einem fiktiven Startkapital von 50.000 Euro vielen nun einiges an Erfahrung voraushaben.

Quelle: RP
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