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Mönchengladbach
Polizei entdeckte zehn Kilogramm Kokain im Radkasten eines Autos

Mönchengladbach. Zwei Mönchengladbacher (29 und 46 Jahre alt) und ein Niederländer (31) müssen sich wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und Drogenhandels vor der Ersten Strafkammer des Mönchengladbacher Landgerichts verantworten. Dass es sich tatsächlich um Rauschgift in nicht geringer Menge handelt, ist nach Verlesung der Anklage sofort klar. Von Ingrid Krüger

Der 46-jährige Mönchengladbacher und der 31 Jahre alte Niederländer sollen 2015 in sechs Fällen den jüngeren Mitangeklagten beauftragt haben, jeweils zehn Kilogramm Kokain aus den Niederlanden nach Italien zu transportieren. Dort sollte das Kokain, das jeweils einen Straßenverkaufswert von einer Million Euro gehabt haben soll, verkauft werden. Am 28. November 2015 geriet der Mönchengladbacher mit seinem Wagen in eine Polizeikontrolle. Doch das Rauschgift war so raffiniert versteckt, dass ein Karosseriebauer den Beamten bei der Suche helfen musste. Gestern schilderte der 37-Jährige in seiner Zeugenaussage, wie ihm damals am linken Radkasten aufgefallen war, dass die Schrauben bewegt worden waren. Als eine Platte aufgemacht wurde, waren die Kokainpäckchen in einer zuvor geschaffenen Aussparung in dem Bereich des Radkastens zu sehen.

Zu Beginn des Prozesses hatte der 29-jährige Mönchengladbacher als Erster ein komplettes Geständnis abgelegt. Er sprach von sechs Fahrten. Zugleich beschuldigte er den 46 Jahr alten Gladbacher, die Aufträge für die Fahrten erteilt zu haben.

Der Gladbacher erklärte sich gestern bereit, ebenfalls eine geständige Aussage zu machen. Der 46-Jährige sprach allerdings nur von zwei Fahrten. Allerdings sei ihm gesagt worden, dass es sich um Cannabis handele. Für jede Fahrt soll er 3000 Euro erhalten haben. Der Richter fragte den 45-Jährigen, ob er sich nicht gewundert habe, dass ihm für Cannabis-Schmuggel 3000 Euro versprochen worden seien. "Ich hatte Schulden. Da habe ich nicht weiter nachgedacht", erwiderte der Angeklagte.

Als Letzter versprach gestern der 31 Jahre Niederländer aus Rotterdam, am nächsten Prozesstermin zur Anklage auszusagen. Der Prozess wird fortgesetzt.

Quelle: RP
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