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Mönchengladbach
Polizei ermittelt nach Hunde-Attacke

Mönchengladbach. Nach der Beißattacke eines Staffordshire-Terriers in einer Wohnung an der Luisenstraße ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf Körperverletzung. Der Fall ist in der Stadt der schlimmste Hundeangriff auf Menschen seit Jahren. Von Gabi Peters

Staffordshire-Terrier fallen unter die Kategorie "gefährliche Hunde". Aber die 28 Jahre alte Besitzerin des wild gewordenen Tiers, das am Donnerstag drei Menschen verletzte, kann nach Auskunft der Stadt eine Sachkundeprüfung vorlegen. Und sie hatte das Tier gechippt und Haftpflicht versichert. Laut Polizei war die Frau, die an dem Abend ihren Geburtstag feierte, zum Zeitpunkt der Beißattacke auch nicht übermäßig alkoholisiert.

Nach dem Angriff ihres Hundes liegt die Halterin auf der Intensivstation. Wie die Polizei mitteilte, hat der Staffordshire-Terrier ihr etliche Biss- und Risswunden am kompletten Körper zugefügt. In der Wohnung muss viel Blut geflossen sein. Der Zustand der Frau wird als ernst, aber nicht lebensgefährlich beschrieben.

In der Stadt sind rund 150 "gefährliche Hunde" bzw. "Hunde bestimmter Rassen" gemeldet. Zu Beißattacken kommt es auch in Mönchengladbach immer wieder. Aber selten geraten sie in die Schlagzeilen. Im September 2009 griff ein belgischer Schäferhund eine 58-jährige Frau an, die der zuvor gestürzten und verletzen Hundebesitzerin helfen wollte.

Das Tier wertete den Hilfeleistungsversuch als einen Angriff auf sein Frauchen. Erst als der Schäferhund sich in den "Beißarm" eines herbeigerufenen Diensthundeführers verbiss, konnten Feuerwehrleute ihn mit einer Schlinge einfangen. Im Januar 2004 wurde eine 37-Jährige von einem Rottweiler schwer verletzt. Das Tier war von seinem Besitzer vor einem Supermarkt angebunden worden, konnte sich aber selbst von Leine und Maulkorb befreien. Als die Frau den Einkaufsmarkt verließ, stürzte sich der Hund auf sie und biss ihr in Kopf, Nacken und Arme.

 

Quelle: RP
 
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