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Mönchengladbach
Polizei: Stadt ist sicherer

Mönchengladbach: Polizei: Stadt ist sicherer
FOTO: AP, AP
Mönchengladbach. 22 000 Straftaten zählte die Polizei im vergangenen Jahr. Das ist laut Kriminalitätsstatistik der niedrigste Stand seit 1991. Straßenraub- und Sexualdelikte wurden deutlich weniger angezeigt. Dafür gab es erheblich mehr Einbrüche. Von Gabi Peters

Mönchengladbach gehört zu den Deutschlands sichersten Städten. Das verkündete gestern Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik. 22 001 Straftaten wurden 2009 angezeigt, 1512 weniger als im Vorjahr.

Und auch bei der Aufklärungsquote sieht es gut aus: Deutlich mehr als die Hälfte aller Kriminalfälle konnte die Polizei lösen. Mit 53,7 Prozent liege die Aufklärungsquote über dem Landesdurchschnitt von 50,8 Prozent, berichtete Hauptkommissar Jürgen Schwiers.

Prügeleien auf der Straße

Beim Einkaufen die Handtasche entrissen, Auto geknackt, Moped gestohlen ­- auch auf der Straße geschehen weniger Straftaten. In all diesen Bereichen verzeichnet die Polizei einen deutlichen Rückgang. Gestohlen wird weniger, dafür wird sich auf der Straße gleichbleibend oft geprügelt. Rund 400 Körperverletzungen wurden angezeigt. Daran hat sich in den vergangenen zwei Jahren nicht viel geändert.

Insgesamt wurden 993 Gewaltdelikte registriert. 679-mal wurden gefährliche und schwere Körperverletzungen im öffentlichen und privaten Raum angezeigt. 273-mal registrierte die Polizei Raubdelikte. Bemerkenswert dabei: Immer häufiger tragen die Täter eine Waffe bei sich. In einem Fall wurde im vergangenen Jahr geschossen, 31-mal wurden Raubopfer mit Waffen bedroht und bei neun weiteren Straftaten hatten die Täter eine Schusswaffe dabei, ohne sie jedoch einzusetzen.

Und auch Folgendes sagt einiges über das Gewaltpotenzial aus: 117-mal leisteten Erwischte zum Teil erheblichen, gewaltsamen Widerstand gegen Polizisten. Dass Beamte vermehrt bedroht, beleidigt und auch gewaltsam angegangen werden, sei ein bundesweites Phänomen, sagt Hans-Hermann Tirre. Um die Ursachen dafür herauszufinden, habe das Land eine Untersuchung in Auftrag gegeben.

Auch wenn bei den meisten Delikten Rückgänge zu verzeichnen sind, bei den Wohnungseinbrüchen hat die Zahl im vergangenen Jahr kräftig angezogen. Sie stieg um 15,5 Prozent. 521-mal stiegen Einbrecher 2009 durch Fenster, knackten Schlösser oder schlugen Türen ein. Bei fast der Hälfte aller Wohnungseinbrüche waren die Täter tagsüber aktiv. "Heute wird nicht mehr tagelang ausbaldowert. Einbrecher nutzen oft spontan die Gelegenheit”, sagt Schwiers. Kein Licht an, alles still, ein Fenster auf Kipp ­ so etwas sei für Einbrecher förmlich eine Einladung.

Die Tatsache, dass es plötzlich in bestimmten Bereichen gleich mehrere Einbrüche gibt, und es dann plötzlich wieder ruhig ist, lässt die Polizei darauf schließen, dass es sich bei den Tätern um reisende Banden handelt.

Einbruchsschutz sei wichtig, sagt Polizeisprecher Peter Spiertz. Die Polizei bietet dazu ganzjährig eine kostenlose Beratung an. Außerdem erhalten Bauherrn bei der Stadt ab sofort eine gezielte Information, wie man beim Hausbau wirksame und kostengünstige Möglichkeiten der Einbruchssicherung nutzen kann.

Quelle: RP
 
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