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Mönchengladbach
Polizei will hart durchgreifen am Margarethengarten

Mönchengladbach. Früher wurden am Platz der Republik Drogen verkauft, jetzt an der Steinmetzstraße. Ermittlungen laufen. Von Gabi Peters

Es war kein Geheimnis: Im vergangenen Jahr wurden am Platz der Republik Drogen im ganz großen Stil verkauft - auch an Minderjährige. Die Dealer machten sich kaum Mühe, ihr Handeln zu verbergen. Doch dann griff die Polizei zu. Nach aufwendigen Ermittlungen nahm sie 19 Männer fest, die schließlich auch verurteilt wurden. Danach war Ruhe.

Ähnlich will die Polizei jetzt auch am Margarethengarten vorgehen. Denn dorthin hat es die Dealer gezogen. Ruhestörung, Belästigung, Vandalismus, offener Drogenkonsum: Auf dem Brachgelände an der Steinmetzstraße in Eicken hat sich eine Szene etabliert, die von Anliegern und Ehrenamtlern in Eicken als Bedrohung des friedlichen Zusammenlebens empfunden wird. In einem offenen Brief des Vereins Waldhaus 12, der auf dem Gelände den Margarethengarten betrieben hat, hatten sich die Eickener an Stadtverwaltung und Polizei gewandt und um Unterstützung gebeten. In der Sitzung der Bezirksvertretung Nord am Mittwochabend berichteten Polizei und Ordnungsamt über die Erkenntnisse, die die Behörden über das Geschehen im Margarethengarten haben und mit welchen Maßnahmen die Polizei gegen Straftaten vorgeht. Einsätze des Kommunalen Ordnungs- und Servicedienstes (KOS) erfolgen in enger Abstimmung mit der Polizei. Auch die Streetworker, die in dem Bereich tätig sind, sind in die Kommunikation der Behörden eingebunden.

Die Polizei bestätigte in der Sitzung, dass am Margarethengarten offensichtlich Straftaten stattfinden, wie sie vorher am Platz der Republik hinter der Mönchengladbacher Hauptbahnhof zu beobachten waren. Dort hatte die Polizei damals eine eigene Kommission gegründet, die die einzelnen Dealer zunächst beobachtete und dann - als genug Beweismittel gesammelt waren - festnahm. Seit Anfang 2016 seien die Straftaten dort nahezu eingedämmt, so die Polizei. Mit vergleichbaren Maßnahmen soll nun gegen Straftäter an der Steinmetzstraße vorgegangen werden.

Quelle: RP
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