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Mönchengladbach
Praxiskonferenz gibt Anschauungsunterricht in Start-up-Kultur

Mönchengladbach. Schnelles Entwerfen von Geschäftsmodellen und schnelles Austesten am Markt: Darum geht es am 6. September im Hugo-Junkers-Hangar. Von Jan Schnettler

Vom "Accelator" über den "Inkubator" bis hin zum "Business Angel": Wer in der Start-up-Szene mitreden will, taucht sofort in ein ganz besonderes Vokabular ein. Auch "Rapid Design" (= schnelles Entwerfen und Validieren von Geschäftsmodellen) und "Rapid Prototyping" (= schnelles Umsetzen und Testen neuer Technologien und Produkte im realen Marktumfeld) sind zwei solcher Begriffe, die man draufhaben sollte. Oder schnell erlernen. Eine gute Gelegenheit dazu bietet eine Praxiskonferenz zum Thema am Mittwoch, 6. September, 8 bis 19 Uhr, die im Hugo-Junkers-Hangar ausgerichtet wird.

"Der erfolgreiche Einsatz von Rapid Business Design und Rapid Prototyping erfordert im Unternehmen ein neues, exploratives, agiles Denken und Handeln, den Verzicht auf umfassende Planbarkeit und die Akzeptanz von systematischem Trial und Error", gibt Klemens Gaida, Geschäftsführer des Digihub Düsseldorf/Rheinland, die Marschroute vor. Der Digihub, eine noch junge, vom Land geförderte Plattform für die digitale Wirtschaft, an der Mönchengladbach über seine Wirtschaftsförderung beteiligt ist, ist mit den Firmen Ecodynamics und Iox Lab Veranstalter der Konferenz, die WFMG ist als Sponsor mit im Boot. Ebenfalls unterstützt wird die Veranstaltung von der Mönchengladbacher Digitalinitiative Next MG.

"Aus Sicht der WFMG stellt die Konferenz samt der praktischen Workshops ein umfangreiches Angebot für die Mönchengladbacher Wirtschaft dar", sagt deren Teamleiter Rafael Lendzion. "Sie bietet damit die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu eruieren, sei es hinsichtlich neuer Produkte oder neuer Services im eigenen Unternehmen." Die Praxiskonferenz liefert für die Teilnehmer zunächst inhaltliche Grundlagen, vertieft werden diese dann anhand von Fallbeispielen renommierter Unternehmen wie Lego, 3M und Vorwerk.

Konkret können die Teilnehmer bei zwei von drei interaktiven Formaten mitmachen: Im "Prototyping Lab" werden Prototypen im Bereich Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz und Robotik gebaut, etwa mithilfe von 3D-Druckern. Im "Business Model Camp" wird man weiter in den schnellen Entwurf und den kritischen Test neuer Geschäftsmodelle eingeführt. Und im "World Café" diskutieren die Teilnehmer in wechselnden Runden die unterschiedlichen Praxiserfahrungen von Firmen und Start-ups.

Ein Beispiel für Rapid Prototyping ist Bob, der erste 3D-gedruckte humanoide Roboter aus Düsseldorf. Ein weiteres ist der C-Ring, eine Plattform, die an bestehende Infrastrukturen, etwa Laternen, installiert und mit unendlichen Optionen an Modulen ausgestattet werden kann, um etwa Umweltdaten in Echtzeit zu sammeln.

Die Teilnahme an der Konferenz kostet für Vertreter von Unternehmern 69 Euro pro Kopf, für Gründer, Interessierte und Vertreter von Start-ups 19 Euro. Die Bewirtung ist inklusive. Die Anmeldung erfolgt über die Seite www.digihub.de/veranstaltungen/rapid. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners spricht ein Grußwort, Thorsten Neumann vom Hugo-Junkers-Hangar berichtet über den Pioniergeist Hugo Junkers', ab 9.30 Uhr geht es dann in medias res.

Quelle: RP
 
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