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Mönchengladbach
Prinzenpaar unterstützt Asthmatiker

Mönchengladbach: Prinzenpaar unterstützt Asthmatiker
DAAB-Geschäftsführerin Andrea Wallrafen zeigt eine Auswahl der Stücke, die zur Versteigerung stehen, um neue Therapie- und Aufklärungsprogramme zu fördern. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Michael II. und Niersia Monika haben den Jecken eine bunte Zeit beschert. Mit einer Versteigerung besonderer Stücke wollen sie nach Ende der Session noch einmal etwas Gutes tun - für die Prinzessin eine Herzensangelegenheit. Von Marcel Romahn

Das Laufshirt von Joschka Fischer, ein T-Shirt, getragen von Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius, ein selbst gemaltes Bild der Gladbacher Krimiautorin Jutta Profijt - dies sind einige der besonderen Stücke, die die Gladbacher im Rahmen der großen Prinzenpaar-Versteigerung erwerben können. Insgesamt 14 Objekte sollen innerhalb der nächsten zwei Wochen in den Besitz des jeweils Höchstbietenden übergehen. Das Geld, das dabei eingenommen wird, geht an den Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB), der seinen Sitz in Mönchengladbach hat. Der Empfänger wurde nicht zufällig ausgewählt. Monika Baumeister-Eßer ist selbst Asthmatikerin, litt schon als Kind an den Folgen der Krankheit, und ergreift in ihrer Rolle als Prinzessin nun die Chance, anderen Erkrankten zu helfen.

Jedes Jahr versteigert das amtierende Prinzenpaar verschiedene Dinge für den guten Zweck. "Für uns habe ich den Deutschen Allergie- und Asthmabund ausgewählt, weil ich weiß, wie wichtig Aufklärung und Behandlung der Krankheit für die Lebensqualität der Betroffenen sind", sagt Monika Baumeister-Eßer. Die Diagnose Asthma erhielt sie als Kind. Atemnot war schon damals ihr täglicher Begleiter. In der Pubertät folgten dann auch noch verschiedene Allergien. "Das war eine sehr schlimme Zeit für mich", sagt sie. "Als gesunder Mensch ahnt man gar nicht, wie massiv sich diese Krankheit auf das Leben eines Menschen auswirken kann." Noch heute müsse sie mehrere Medikamente nehmen, um dem Asthma entgegenzuwirken. "Inzwischen haben sich die Behandlungsmöglichkeiten deutlich verbessert", so Baumeister-Eßer. "Aber die Menschen müssen auch darüber aufgeklärt werden. Und sie müssen sich trauen, darüber zu sprechen."

Gemeinsam mit DAAB-Geschäftsführerin Andrea Wallrafen wird die Niersia deshalb die Einnahmen der Versteigerung nutzen, um neue Therapie- und Aufklärungsprogramme zu fördern. "Wir werden sportliche Angebote für Kinder mit Asthma entwickeln, aber auch Infoveranstaltungen zum Thema Ernährung", sagt Wallrafen. "Wir müssen bei den Patienten schon im Kindesalter rechtzeitig mit der Aufklärung beginnen, damit sie lernen, mit der Krankheit richtig zu leben." Deshalb werde das nächste große Ziel eine Online-Lernplattform für Kinder rund um das Thema Asthma und Allergien sein.

Dass Aufklärung und rechtzeitige Behandlung immer wichtiger werden, habe der Deutsche Allergie- und Asthmabund anhand einiger beunruhigender Entwicklungen erkannt. "Europaweit hat sich die Zahl der Kinder, die mit Schocks oder allergischen Reaktionen ins Krankenhaus eingeliefert werden, innerhalb der letzten zehn Jahre versiebenfacht", sagt Wallrafen. "Insgesamt leiden inzwischen etwa 30 Prozent der Kinder an Asthma oder Allergien."

Quelle: RP
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