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Mönchengladbach
"Project Y": Haftbefehl gegen den Veranstalter

Mönchengladbach. Wegen ausbleibender Zahlungen läuft gegen den Chef der First-Or-Coolest-GmbH ein Zwangsvollstreckungsverfahren. Von Marcel Romahn

Langsam wird es eng für den Veranstalter. Nachdem der Geschäftsführer der First-Or-Coolest-GmbH bereits den Ärger vieler Ticket-Inhaber für die kurzfristig ausgefallene "Projekt-Y"-Party in Mönchengladbach auf sich gezogen hatte, ist die Angelegenheit inzwischen auch beim Amtsgericht Oberhausen angelangt. Ein Gläubiger betreibt dort ein Zwangsvollstreckungsverfahren gegen den Veranstalter.

Im September vergangenen Jahres hatte die First-Or-Coolest-GmbH die "Projekt-Y-Party" im Gladbacher Sparkassenpark kurzfristig abgesagt und seither etlichen Ticket-Inhabern die bereits bezahlten Eintrittskarten nicht erstattet (die RP berichtete). Auf Facebook, der Firmenhomepage sowie im Gespräch mit der Redaktion machte der Veranstalter mehrmals widersprüchliche Aussagen über den Ablauf der Rückzahlungen. Auch die Fristen zur Entschädigung versäumte das Unternehmen. Online diskutierten daraufhin viele Ticket-Inhaber über mögliche juristische Schritte und drohten mit einer Sammelklage.

Inzwischen ist ein Gläubiger beim Amtsgericht Oberhausen in Erscheinung getreten. In einem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, gibt dieser an, dass vor etwa zwei Wochen ein Haftbefehl gegen den Veranstalter erlassen wurde. Auf Nachfrage bestätigt das Amtsgericht Oberhausen die Angaben des Gläubigers, der namentlich nicht genannt werden möchte. "Im Rahmen eines Zwangsvollstreckungsverfahrens wurde der Veranstalter vorgeladen, um eine Vermögensauskunft zu geben", sagt Gerichtssprecher Joachim Busch. "Diesen Termin hat er jedoch versäumt."

Der Gerichtsvollzieher werde nun auch die Adresse des Unternehmens überprüfen. "Sollte der Schuldner dort angetroffen werden und sich weigern, die nötigen Angaben zu machen, kann er sofort in Gewahrsam genommen werden", erklärt Busch. Über den finanziellen Umfang der Forderungen wollte das Amtsgericht keine Auskunft geben.

Update vom 11. Juli 2016: Das Ermittlungsverfahren gegen den Veranstalter wurde inzwischen eingestellt.

Quelle: RP
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