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Mönchengladbach
Protest-Fest zur Gleichstellung von Behinderten

Mönchengladbach. Auf dem Rheydter Marktplatz herrscht Stimmung. Viele Buden säumen den Platz. Auf einer großen Hüpfburg der Borussia toben Kinder. Es ist ein besonderes Fest: Menschen mit und ohne Behinderung feiern gemeinsam an diesem 5. Mai, einem Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Von Eva Baches

Zum 20. Jubiläum präsentieren rund 40 Organisationen ein buntes, integratives Fest. Auf der großen Bühne startet die Projektband des Fachbereiches Förderpädagogik der Musikschule das Rahmenprogramm mit Hits von Andreas Bourani oder Namika. Das Motto des Aktionstages, der von der Aktion Mensch unterstützt wird, lautet "Wir gestalten unsere Stadt".

Der LVR zeigt ein Fotoprojekt. Eine Bank, in der Mitte ist eine Aussparung für einen Rollstuhl. Kinder haben die Bank in Beschlag genommen. Auf Schiefertafeln zeigen sie, was sie sich wünschen: mehr Spielplätze. Das zeigt auch das Wimmelbild am Stand des Paritätischen: "Wir sind MG" steht auf einem großen Transparent. Menschen mit und ohne Behinderung haben es gestaltet, es wird in Zukunft am Marktplatz zu sehen sein. Der Aktionstag hat unter anderem das Ziel, Barrieren in den Köpfen abzubauen. Wie barrierefrei ist Mönchengladbach? Meike Trappmann führt seit mehreren Jahren durch das Programm und ist als Rollstuhlfahrerin selbst betroffen: "Es ist wichtig, dass es einen solchen Tag gibt, dass Menschen mit Behinderung eine Plattform bekommen." Positiv sei, dass das Bewegen von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit kein Tabu mehr ist. "Einige fragen, ob sie helfen können. Im Busverkehr würde ich mir noch mehr Aufmerksamkeit von den Fahrern wünschen", ergänzt sie.

OB und Schirmherr Hans Wilhelm Reiners zieht eine positive Bilanz. "Viele Barrieren, die es damals gab, sind heute nicht mehr vorhanden." Aber er weiß, dass es auch noch einiges zu tun gibt: "Ich weiß, dass es Kritik gibt an städtischen Räumen in Rheydt. Es gibt konkrete Überlegungen für einen neuen Standort. Dort wird es barrierefreie Zugänge geben", betont er. Auch in der abschließenden Diskussionsrunde wird klar: Viel Positives wurde erreicht, aber es ist noch ein Stück Weg zu gehen.

Quelle: RP
 
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