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Mönchengladbach
Prozess gegen Sven Lau terminiert

Mönchengladbach. Im September beginnt vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht der Prozess gegen den Salafistenprediger und ehemaligen Feuerwehrmann Sven Lau. Dem 35-Jährigen wird vorgeworfen, eine ausländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Er sei in Mönchengladbach und im Großraum Düsseldorf Kontaktmann für junge Männer gewesen, die bereit sind, im "Heiligen Krieg" zu kämpfen. Sven Lau, der in einer katholischen Familie aufwuchs und 1999 zum Islam konvertierte, wurde in der Stadt bekannt, als er mit seinem mittlerweile aufgelösten, salafistischen Verein "Einladung zum Paradies" in Eicken eine Islamschule eröffnen wollte.

Sven Lau wurde am 15. Dezember vergangenen Jahres im Gladbacher Polizeipräsidium festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Seine Haftbeschwerde wurde im März wegen Fluchtgefahr abgelehnt. Lau sei ein bundesweit bekannter salafistischer Prediger, der den bewaffneten Dschihad befürwortet und als Pflicht ansieht, hieß es unter anderem in der Begründung des Bundesgerichtshofs. Lau saß 2014 schon einmal in Untersuchungshaft. Seite A 3

(gap)
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