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Mönchengladbach
Quartett-Verein singt die Nationalhymne

Mönchengladbach: Quartett-Verein singt die Nationalhymne
Der Quartett-Verein Genhülsen 1894 singt die Nationalhymne beim Ski-Evant "Big Air" am kommenden Wochenende im Sparkassenpark: eine Herausforderung für die Männer um den Vereinsvorsitzenden Hans-Josef Brosch. Seit den Sommerferien wird eifrig geübt. Zur Generalprobe kamen sie am Freitag zusammen. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Am Wochenende ist es soweit: Das Arag Big Air Freestyle Festival findet im Sparkassenpark statt. Nicht nur für die Weltelite der Snowboarder und der Freeskier ist dies ein besonderes Ereignis, auch für die 15 Sänger aus Genhülsen. Von Eva Baches

Ein Saal in einem Restaurant in Genhülsen: Kurz vor 20 Uhr treffen nach und nach die Mitglieder des Quartett-Vereins Genhülsen 1894 ein. Es ist keine normale Chorprobe! Es ist die Generalprobe zu einem ganz besonderen Auftritt. Die 15 Männer werden im Sparkassenpark zum Big Air Freestyle Festival die Nationalhymne singen. "Wir haben diese Probe noch einmal zusätzlich eingerichtet. Normalerweise proben wir alle 14 Tage", erklärt der Vereinsvorsitzende Hans-Josef Brosch.

Im August 1894 wurde der Quartett-Verein Genhülsen gegründet und hat somit eine lange Tradition im Ort, wo er Konzerte gibt aber auch oft den Gottesdienst mitgestaltet. Auch in der Chorlandschaft in Mönchengladbach hat er sich einen Namen gemacht. Und genau das reizte August Pollen, Betreiber der Neusser Skihalle, als er zum ersten Mal von dem Verein erfuhr. "Unsere Töchter spielen Hockey zusammen. Und auf einem Turnier haben wir uns über das Singen und den Verein unterhalten. Da war die Idee mit der Hymne geboren", erzählt Sänger Peter Schramböck. Als er bei einer Probe seinen Sängerfreunden davon erzählte, wollte es erst einmal keiner so recht glauben. Seit den Sommerferien proben die 15 Männer den dreistimmigen Satz. "Die beiden anderen Stimmen müssen auch klingen. Die eigentliche Melodie, die du im Kopf hast, musst du ausblenden", erklärt Peter Schramböck. Für alle ist es eine Ehre und eine emotionale Sache. "Es ist ein Erlebnis vor so vielen Menschen zu singen, aber es ist auch emotional. Die Hymne ist etwas Besonderes", sagt Hans Sommer. "Das wird eine doppelte Herausforderung", weiß auch Hans-Josef Brosch und ist sichtlich bewegt. Und was tun die Mitglieder gegen das Lampenfieber? "Die Freude überwiegt das Lampenfieber", sagt Hans Sommer. "Tief durchatmen", rät Norbert Kamen. Dann heißt es für die Männer aufstellen zur letzen Probe und sie versammeln sich im Halbkreis um den Chorleiter. Thomas Arndt zückt sein Handy, um die Zeit zu stoppen. Eine Minute und zehn Sekunden haben sie für die Hymne Zeit. Noch einmal tief durchatmen, dann erfolgt das Signal des Chorleiters, er hebt die Hände und dann ertönen die ersten Töne der Nationalhymne und mit jeder Strophe wird die Gänsehaut größer.

Am Donnerstag ist dann Stellprobe im Sparkassenpark und die Sänger werden zum ersten Mal an ihrer Wirkungsstätte sein. Dann bekommen sie ein erstes Gefühl wie es ist, unten auf dem Rasen zu stehen und auf die Tribüne zu blicken, die am Tag des Auftrittes mit tausenden von Menschen gefüllt sein wird. Der grüne Rasen ist dann allerdings unter einer Schneedecke verschwunden und sie werden in schwarzen Anzügen mitten im Schnee stehen - und singen.

Quelle: RP
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