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Mönchengladbach
Quartier Marienkapelle: Abriss des alten Vierkanthofs beginnt

Mönchengladbach. Die Bagger, die gestern früh eigentlich schon hätten angerückt sein sollen, hatten zwar Verspätung - warum sollte schweres Gerät mit ein paar Schneeflocken auch besser zurechtkommen als der durchschnittliche Autofahrer? Doch der ehemalige Quinkelen-Hof an der Nespelerstraße/Ecke Engelblecker Straße, der, wie berichtet, einem neuen Wohngebiet weichen soll, wies auch so bereits erste Abrissspuren auf: am Dach etwa, oder an den Fenstern. "Wir liegen voll im Zeitplan", sagt Maklerin Brigitte Weißweiler. Recht hat sie: Im November war der Spatenstich für März angekündigt worden, und der ist gerade angebrochen. Von Jan Schnettler

"Alle Baugenehmigungen sind da, die Zahlungserklärungen werden beurkundet", sagt Weißweiler. Für immerhin zehn der 23 späteren Wohneinheiten gebe es bereits feste Zusagen. Insbesondere von Menschen jenseits der 60, die Jahrzehnte woanders gewohnt haben ("In Berlin, in Braunschweig, in Minden", sagt die Maklerin) und nun eine Rückkehr in die Heimat planen. Und nicht zuletzt für diese Zielgruppe ist das "Quartier Marienkapelle" ja auch konzipiert. Außerdem für Familien, junge Paare und Singles. Dafür wird der nun abzureißende Vierkant-Bauernhof in Erinnerung an die vorhandene Bauform, Architektursprache und Gestaltungsart neu aufgebaut - mit vier "Hofhäusern" und acht Eigentumswohnungen. Dazu kommen, zur Straße hin, zwei zweigeschossige Mehrfamilienhäuser mit Staffelgeschoss und insgesamt elf Wohneinheiten.

"Gebaut wird im Rondell, sozusagen Schicht für Schicht", sagt Weißweiler - aus statischen Gründen, damit die Last der zu errichtenden Baukörper nicht ungleichmäßig auf der zuerst entstehenden Tiefgarage und Unterkellerung lastet. Die Fertigstellung des gesamten Areals ist für Sommer 2017 geplant.

Der 4Eck GmbH von Brigitte Weißweilers Mann Christoph gehört das Areal, das Unternehmen ist auch Bauherr. Die Entwürfe sind vom Mönchengladbacher Architekturbüro Ledwig + Spinnen. Das Investitionsvolumen beträgt sieben Millionen Euro. Für das Quartier namensgebend ist die zur Nespelerstraße gelegene Kapelle, die aber nicht mehr zum Grundstück gehört. Die 4Eck GmbH hat sie der Pfarre Maria von den Aposteln gestiftet, gepflegt wird sie jetzt von der Bruderschaft.

Quelle: RP
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