| 14.56 Uhr
Mönchengladbach
Ralf Schmitz und die Erleuchtung
Mönchengladbach: Ralf Schmitz und die Erleuchtung
Comedian Ralf Schmitz kam mit seiner Schwester zum Flughafen nach Mönchengladbach, um den Dalai Lama zu erleben. Der 34-Jährige interessiert sich für den tibetischen Buddhismus. FOTO: RPO
Mönchengladbach. Es gibt nicht viel, was den Dalai Lama mit deutschen Comedians verbindet. Doch wohl höchstens, dass das geistige Oberhaupt der Tibeter mit seinem Dolmetscher auch gerne mal seine Schabernacks treibt und auch sonst ganz gerne seine Späße macht und herzhaft darüber lacht. Vielleicht gab der Dalai Lama mit seinen Späßen nebenbei am Samstag in Mönchengladbach dem deutschen Komiker Ralf Schmitz ein paar Erleuchtungen mit auf den beruflichen Weg. Schmitz (34) schaute sich nämlich gemeinsam mit seiner Schwester den Besuch des Dalai Lama am Flughafen an. Als Schmitz gehört hatte, dass der Dalai Lama nach Mönchengladbach kommt, hat er nicht lange gezögert. „Karte gekauft, ins Auto gesetzt, zack, hier“, fasste er das Jahr vom Kartenvorverkauf bis vergangenen Samstag präzise zusammen. Schmitz wurde dadurch bekannt, dass er neben seinen Auftritten im Imrovisationstheater „Die Springmaus“ und die „Schiller Straße“ (Sat 1) es auch schaffte, in der Klamauk-Verfilmung von die „Sieben Zwerge“ noch der albernste Zwerg zu sein. Vielleicht kitzelt der Wahlkölner demnächst in seinem Programm auch seinen Dolmetscher! Doch eigentlich hatte sich Schmitz eine ganz andere Erleuchtung holen wollen. „Ich interessiere mich für den Buddhismus, gerade für den tibetischen“, ließ Schmitz ernsthaft durchblicken. „Wenn er schon quasi um die Ecke spricht, dann muss man auch die Chance nutzen. Dafür habe ich mir extra freigenommen.“ Etwa drei Stunden später, nach der Veranstaltung, eilte Schmitz zu seinem Wagen, um sich in den Stau vom Flughafen Richtung Autobahn einzureihen. Er war begeistert. „Toll, wie unkompliziert er ist und dabei so viel Würde ausstrahlt. Aber das ist ja eigentlich nur oberflächlich, wichtiger war mir seine Aussage, von der sehr viel wahr ist.“ Ein bisschen was hat er vielleicht doch noch für sein Bühnenprogramm abgeschaut. „Es ist toll zu sehen, wie er auf der Bühne herzhaft gähnt, sich danach die Schuhe zumacht und dann einen Satz raushaut, wo jeder sagt: Wow, der Mann hat Recht.“
Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung.
Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.


Melden Sie diesen Kommentar