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Mönchengladbach
Ran an die Eselei - aber flott!

Mönchengladbach: Ran an die Eselei - aber flott!
FOTO: Kulturbüro
Mönchengladbach. Das Esel-Suchbild ist echt genial. Lea Bolten hat einen hölzernen Gartenzaun gemalt, mit Blümchen und Sonne. Nur die Ohren des Esels sind zu sehen. Tolle Idee! An einem langen Seil zerrt ein Mensch das störrische Langohr hinter sich her. Auch sehr kreativ. Ein anderes Eselchen folgt der Borussen-Raute, weitere geben sich durch und durch grafisch durchgestylt. Norbert Krause hat sie durchgezählt: 1184 sind bisher entstanden. Bis zum 7000. Bild ist es also noch ein weiter Weg, aber Norbert Krause und Maren Dörwaldt sind optimistisch. "Um bis zum 25. Mai, dem Einsendeschluss der Aktion, auf die angestrebte Anzahl zu kommen müssen pro Stunde im Schnitt zehn Esel gemalt werden. Bei mehr als 250.000 Einwohnern scheint das machbar", rechnet Krause vor. Von Inge Schnettler

Die 7000 Esel-Bilder sollen in der Kulturnacht "Nachaktiv" am 4. Juni im Rathaus Abtei ausgestellt werden. 7000 Esel im Ratssaal - man stelle sich das nur mal vor. Bisschen respektlos vielleicht? Aber riesig komisch! Norbert Krause und Maren Dörwaldt wollen eine Lanze brechen - für den Esel im Allgemeinen und die sieben sympathischen Langohren von Rita McBride, die ab September auf dem Sonnenhausplatz weiden werden, im Besonderen. Gemeinsam mit Thomas Hoeps, Leiter des Kulturamts, haben die beiden die Aktion unter die Leute gebracht. Überall in der Stadt stehen Sammelboxen bereit, die die Esel-Kunstwerke aufzunehmen.

Die Initiatoren sind begeistert, und die Vorfreude auf die Ausstellung steigt. "Von der professionellen Tuschezeichnung über schön bunte Kinderbilder bis zum zackig dahingekritzelten Zehn-Sekunden-Esel ist alles dabei", sagt Maren Dörwaldt. Auch bei den verwendeten Materialien zeigen sich die Mönchengladbacher kreativ. Das bisher kleinste Eselbild findet Platz auf einem Zigarettenblättchen. Aber auch Servietten und (unbenutzte) Pommesschälchen sind mit dabei. Ein Eselbild ist sogar gehäkelt worden, haben die Künstler bei der Sichtung festgestellt.

FOTO: Kulturbüro

Diverse Malaktionen sind gestartet und in vollem Gange. Überall kann gemalt und gezeichnet werden - in Kneipen, Schulen, Firmen, Büros, Kindergärten, Altenheimen, auf den Wochenmärkten. So wird es am 7. Mai ab 10 Uhr einen Esel-Malstand auf dem Gladbacher Wochenmarkt geben, eine Woche später, am 14. Mai, das Pendant dazu auf dem Rheydter Markt. Am 20. Mai geht es dann mit einem 24-Stunden-Eselbild-Malmarathon auf die Zielgerade. Im Ladenlokal des Vereins Waldhaus 12 an der Steinmetzstraße 14 können sich Malwütige einen Tag lang ganz ihrer Passion hingeben. Aber selbstverständlich könnte man auch nur auf ein oder zwei Eselbilder vorbeischauen, heißt es.

Nur wenige Dinge sind zu beachten. Die Regel Nummer 1 von Norbert Krause lautet: Jedes Eselbild ist ein gutes Eselbild. Und deswegen kann auch jeder einen Esel malen. "Ob jemand das in zehn Sekunden oder in zehn Stunden hinbekommt, ist wurscht", sagen die beiden Künstler.

FOTO: Kulturbüro

Die gestalteten Eselbilder sollten nicht größer als ein DIN-A4-Blatt sein. Die Orte, an denen die Esel-Künstler Sammelboxen finden, stehen auf der Projekt-Homepage www.7000esel.de und auf der entsprechenden Facebook-Seite. Alternativ können die Bilder aber auch an das städtische Kulturbüro, Krichelstraße 16, 41061 Mönchengladbach, (Stichwort: Esel) geschickt werden.

7000 Esel sollen es werden. Das ist die Idee von Norbert Krause und Maren Dörwaldt, die sie mit Thomas Hoeps vom Kulturamt umsetzen. Alle Gladbacher sind aufgefordert, sich zu beteiligen. Gezeigt werden die Werke in der Kulturnacht.

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Quelle: RP
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