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Mönchengladbach
Rat beschließt den Ausbau des Busnetzes

Mönchengladbach: Rat beschließt den Ausbau des Busnetzes
Der Bus kommt - und das demnächst an vielen Stellen öfter. Die Taktung wird dichter. Einige Linien nehmen andere Routen. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Andere Takte und neue Wege für die Busse, Geld für bürgerschaftliches Engagement und kein Verkauf der RWE-Aktien - 51 Entscheidungen hat der Rat gestern getroffen. Wir stellen sechs besonders wichtige vor. Von Ralf Jüngermann

Busse: Neue Linien, kürzere Takte

Dies ist die Entscheidung der Ratssitzung von gestern, die die spürbarsten Auswirkungen auf die Mönchengladbacher hat. Und es sind weitgehend positive Auswirkungen. Denn die Stadt investiert zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder mehr Geld für den Nahverkehr. Die Linien 002, 006 und 017 fahren künftig in den Hauptverkehrszeiten alle zehn Minuten. Die neue Linie 035 verbindet Uedding, Eicken, Windberg, Venn und den Nordpark, Die 005 fährt weiter zumWasserturm. Die 008 führt demnächst über Hardterbroich/Pesch bis nach Rheydt. Auf vielen Linien kommen die Busse samstags öfter und sonntags schon früher. Ein Ringsystem, das Stadtteile außerhalb der beiden Citys miteinander verbindet, wird es allerdings nicht geben, zum Leidwesen der Grünen und der Linken. Es würde für die klamme Stadt zu teuer, finden die anderen Parteien.

Weniger Plätze für Flüchtlinge

So komfortabel war die Situation bei der Flüchtlingsunterbringung lange nicht. Die Stadt plant aktuell, von Anfang 2017 keine Flüchtlinge mehr in den ehemaligen Schulen Am Torfbend und an der Winkelner Straße unterbringen zu müssen. Das Argument: Aktuell werden so viele Plätze nicht gebraucht. Schulen eignen sich besonders schlecht für die Unterbringung.

Digitale Start ups anlocken

Die Wirtschaftsförderung beteiligt sich an dem DigiHub Düsseldorf und dem neuen Verein Next MG. Ziel ist es Start up-Unternehmen gerade aus dem digitalen Bereich dazu zu bringen, sich in Mönchengladbach anzusiedeln.

Geld für das Wohnumfeld

300.000 Euro bekommen Vereine und Initiativen, die mit mindestens 25 Prozent Eigenanteil für mehr Lebensqualität in ihrem Stadtteil sorgen wollen. 26 Projekte haben sich beworben. Es ist Geld genug für alle da. Die Verwaltung prüft aber in einigen Fällen noch, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind. Für das kommende Jahr sollen die Kriterien überarbeitet werden.

Stadt behält ihre RWE-Aktien Die Talfahrt ist beispiellos, das einstige Tafelsilber ist kaum noch etwas wert. Grüne und Linke beantragten, dass die Stadt ihre RWE-Aktien verkauft, so wie es andere Städte gerade zum Teil versuchen. Dafür fanden sie keine Mehrheit. Gladbach lädt die Gaykom ein Schwule und lesbische Kommunalpolitiker sollen ihre Gaykom, ein jährliches Netzwerktreffen, 2017 in Mönchengladbach abhalten. Der Oberbürgermeister teilt dies den Veranstaltern im Namen des Rates mit. Wenn es klappt, wird eine städtische Gesellschaft zum Ausrichter.

Quelle: RP
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