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Mönchengladbach
Raus aus dem toten Winkel: So achten Kinder besser auf Lkw

Mönchengladbach: Raus aus dem toten Winkel: So achten Kinder besser auf Lkw
Ziemlich erstaunt waren die Schüler, dass ein Lkw-Fahrer im Toten Winkel nichts sieht. FOTO: isabella raupold
Mönchengladbach. Der "Round Table Mönchengladbach" informierte Dritt- und Viertklässler über die Gefahren im Straßenverkehr. Von Sebastian Eussem

Trotz technischer Fortschritte, gesetzlicher Präventivmaßnahmen und neuer Spiegelordnung ist die Gefahr im Straßenverkehr immer präsent: der tote Winkel. Gemeinsam mit der Mönchengladbacher Spedition Langen leistete die sozial engagierte Vereinigung des "Round Table" an der Annaschule in Windberg Aufklärungsarbeit. Die Firma Langen stellte einen Lkw zur Verfügung, an dem die Kinder der dritten und vierten Klassen der Schule mal hautnah sehen konnten, wie schwer es für einen Brummifahrer ist, Fußgänger und Radfahrer immer im Blick zu behalten. "Im toten Winkel können ganze Klassen verschwinden", erklärt Stefan Aretz, Sprecher des Round Table. Die Kinder erfuhren, dass sie bei gewissen Situationen im Straßenverkehr vom Fahrer weder direkt, noch über Spiegel gesehen werden.

Das moderne Spiegelsystem, das den toten Winkel eingrenzt, ist längst nicht in allen Lastwagen installiert. Dieser Bereich wurde auf dem Schulhof der Annaschule nun mit Flatterband abgeklebt. In diesem Bereich positionierten sich die Schulklassen, während einige Schüler auf dem Fahrersitz feststellen mussten, dass sie nichts sehen: Fiete zum Beispiel war erstaunt, als er im Spiegel nicht einen seiner Klassenkameraden entdeckte, obwohl seine gesamte Klasse neben dem LKW stand. "Es ist schon komisch, dass man nichts sieht und mit Pech vielleicht auch sterben kann." Im Unterricht sollen die Kinder zusätzlich Verhaltensweisen lernen, wie sie Gefahren erkennen.

Das "Herzstück" der Aktion ist ein Papp-LKW, mit dem die Kinder auch zu Hause die gelernten Inhalte mit Spielfiguren nachspielen können. Stefan Aretz zog Bilanz: "Die Aktion hat ihren Sinn erfüllt, auch wenn sich die Kinder im Führerhäuschen natürlich für das Fahrzeug an sich interessieren. Es ist wichtig, im Unterricht weiterzumachen." Der Round Table engagiert sich auch bei weiteren Projekten: Neben dem beliebten "Flugtag", bei dem Kinder aus Behinderten-Einrichtungen einen Stadt-Rundflug erleben können und einer großen Tombola auf dem Christkindlmarkt unterstützt der karitative Verein gemeinsam mit der Sparkasse auch beim "Wunschbaum", bei dem Heim-Kindern Weihnachts-Wünsche erfüllt werden.

Quelle: RP
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