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Mönchengladbach
Regionalplan sieht Gewerbegebiet mit Viersen vor

Mönchengladbach. Zwischen Hardt und Viersen-Mackenstein sollen sich Firmen auf 80 Hektar ansiedeln können. Vorbild ist der Regiopark. Von Dieter Weber

Sieben Jahre hat es gedauert, bis er fertig war. Zwischendurch sah es manches Mal so aus, als könnte Mönchengladbach mit dem zeitnahen Ausweisen von neuen Gewerbegebieten arg ins Hintertreffen geraten. Jetzt ist der neue Regionalplan fertig. Und sorgt vor allem bei der Wirtschaft für zufriedene Mienen. Denn für die Stadt hält das Planwerk rund 218 Hektar gewerbliche Reserveflächen vor. Die wichtigste ist ein rund 80 Hektar großes Areal an der Stadtgrenze von Gladbach und Viersen: Hier im nördlichen Teil, am Übergang von Hardt nach Viersen-Mackenstein, könnte ein neues interkommunales Gewerbegebiet nach dem Vorbild des Regioparks entstehen - gemeinsam geplant und erschlossen mit Viersen und vornehmlich für die Ansiedlung von Unternehmen gedacht, die viel Fläche benötigen.

Bis es so weit ist, müssen auf Mönchengladbacher Seite aber zahlreiche Hürden aus dem Weg geräumt werden. Denn noch hat die Stadt den größten Teil der Flächen noch gar nicht in ihrem Besitz. Und bis die Grundstücke dann baureif sind, vergehen weitere Jahre. "Wir müssen den Flächennutzungsplan ändern, einen Bebauungsplan aufstellen und dafür zahlreiche Gutachten in Auftrag geben - zum Beispiel zum Verkehr, zum Artenschutz, zur Bodenbeschaffenheit. Es könnte 10 bis 15 Jahre dauern, bis alles fertig ist", sagt Gladbachs Planungsamtsleiter Jürgen Beckmann. Weitere Gewerbeflächen gibt es in Güdderath (rund 20 Hektar) und ein deutlich kleineres Areal in Giesenkirchen an der Erftstraße. Andere sind laut IHK in innerstädtischen Lagen, und längst nicht so groß.

Auch wenn der Regionalplan zwar fertig, aber noch nicht genehmigt ist - dieses Verfahren wird vermutlich noch mehrere Monate in Anspruch nehmen -, gibt es eine breite Zustimmung. "Wir haben jetzt verlässliche Rahmenbedingungen für die kommunale Planung. Es ist wichtig für die Stadt, dass neue, große Gewerbeflächen nun ausgewiesen sind", sagt Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Bis Planungsrecht geschaffen ist, sei noch ein schwieriger und weiter Weg zurückzulegen. Reiners: "Jetzt geht es zunächst darum, die Flächen zu erwerben und entsprechend vorzubereiten. Da sind EWMG, Planer und Wirtschaftsförderer gefordert."

Ulrich Schückhaus, Chef von EWMG und städtischer Wirtschaftsförderung, ist zuversichtlich, dass es gelingt, die Flächen zu erwerben. "Das Gebiet mit Viersen ist langfristig wichtig für die Stadt", sagt er. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein spricht von einer "Reihe vielversprechender Entwicklungsmöglichkeiten" in der Region. Das Ergebnis des Planwerks könne sich sehen lassen, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Große Erwartungen verbindet er für Mönchengladbach mit dem geplanten neuen interkommunalen Gewerbegebiet mit Viersen.

Quelle: RP
 
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