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Mönchengladbach
Reiners verspricht gute Lösung für das Arbeitslosenzentrum

Mönchengladbach. Das Arbeitslosenzentrum wird auch über 2017 hinaus von der Stadt beauftragt, Arbeitslose psychosozial zu betreuen. Die Verhandlungen über die Fortsetzung des Leistungsvertrags sind weit gediehen, wie die zuständige Sozialdezernentin Dörte Schall der RP sagte. "Das ist eine Pflichtaufgabe für die Stadt, die vom Arbeitslosenzentrum in unserem Auftrag sehr gut abgedeckt wird", sagt Schall. Der Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Unklar ist aber, wo das Arbeitslosenzentrum künftig diese Aufgabe übernehmen wird. Oberbürgermeister Reiners hatte schon vor längerem angekündigt, die Stadt würde das Grundstück an der Lüpertzender Straße aus stadtplanerischen Gründen gerne anders nutzen. Von Ralf Jüngermann

Reiners stellt klar: "Niemand, und schon gar nicht ich, stellt das Arbeitslosenzentrum in Frage. Das ist eine wichtige Einrichtung, die anerkannt gute Arbeit leistet." Die Verwaltung sei lediglich auf der Suche nach einem Standort für die Einrichtung. Die dauere schon eine Weile, es gebe aber auch keinerlei Zeitdruck. "Es gibt weder Gespräche mit konkreten Investoren über diese Fläche, noch gibt es einen festgelegten Zeitablauf", so der Oberbürgermeister. Die Verwaltung arbeite aber an einer zeitnahen Lösung, damit der Träger Sicherheit habe. "Wir suchen nach einer guten Lösung für das Arbeitslosenzentrum. Und die werden wir auch finden", verspricht Reiners.

Auch Planungsdezernent Gregor Bonin betont, dass es keinen externen Druck gebe. Weder wolle der Investor der Roermonder Höfe diesen Nachbarn nicht. "Wer so etwas erzählt, sagt die Unwahrheit", so Bonin. Noch gebe es einen Investoren, der dort etwas plane. Auslöser der Debatte seien die städtebaulichen Pläne für den Abteiberg. "Bei all dem, was wir im Sinne des Masterplans umsetzen wollen zwischen Geroweiher und Berliner Platz, ist das für die Weiterentwicklung unserer Stadt ein zentraler Platz", so Bonin. Zudem liege neben dem Arbeitslosenzentrum noch eine Brachfläche.

CDU und SPD haben für Ende Oktober verabredet, ihr Vorgehen in dieser Frage abzustimmen. Verschiedene Verbände und Organisationen haben beide Parteien und die Verwaltung wegen der Standortdebatte angegangen. Die Frage hat eine zusätzliche politische Ebene: Der Leiter der Einrichtung, Karl Sasserath, sitzt seit Jahrzehnten für die Grünen im Rat. Der Vorstand des Trägervereins, Karl Boland, ist sachkundiger Bürger für die Grünen. Beide haben sich gegen die Standortverlagerung vehement gewehrt. Die Einrichtung könne in ihrer jetzigen Form nur an dieser Stelle arbeiten.

Quelle: RP
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