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Mönchengladbach
Rheincouture aus Mönchengladbach

Mönchengladbach: Rheincouture aus Mönchengladbach
Kira (links) und Alina vom Maria-Lensen-Berufskolleg präsentieren die Kreationen made in MG, FOTO: Bretz
Mönchengladbach. Schülerinnen des Maria-Lenssen-Berufskollegs präsentieren eigene Modekollektionen auf dem NRW-Tag. Von Angela Rietdorf

Auch in den Ferien wurde am Maria-Lenssen-Berufskolleg schon hart gearbeitet. Models proben ihren Auftritt, Orga-Teams grübeln über der Choreographie und der richtigen Begleitmusik, Kosmetikerinnen stehen zum Schminken bereit. Noch wirken die Beteiligten gelassen, aber die Fieberkurve steigt. Am Wochenende steht ein absoluter Höhepunkt bevor: Die angehenden bekleidungstechnischen Assistentinnen präsentieren auf dem NRW-Tag in Düsseldorf zwei Mal eine Modenschau mit eigenen Kreationen. Und bei der großen Eröffnung am Freitag stehen sie auch mit auf der Bühne.

Die Stadt Düsseldorf hatte das Maria-Lenssen-Berufskolleg eingeladen, beim NRW-Tag - in diesem Jahr anlässlich des 70. Landesgeburtstages ein ganz besonderes Ereignis - mitzumachen. Das Berufskolleg entschied sich dafür, sich mit Modenschauen vorzustellen - schließlich ist Düsseldorf eine Modestadt. Die Schülerinnen mit dem Berufsziel bekleidungstechnische Assistentin machten sich ans Werk. Zwei Kollektionen wurden für diesen Anlass entworfen: "Rheincouture" und "Streetviews" - beides kreative Verbeugungen vor der Landeshauptstadt. "Rheincouture greift das Thema Wellen und Wasser auf", erklärt Christiane Postler, die Leiterin des Bildungsgangs, "aber auch das Glamouröse der Stadt." Entsprechend sind die Röcke türkisfarben, aus Neopren hergestellt und in Wellenform gearbeitet. Manchmal nimmt der Saum die Idee der Welle auf, manchmal auch der ganze Rock. Dann wird er mit Draht in Wellenform gebracht und mit Polstern extra gebauscht. Kann man darin auch sitzen? "Nein", lacht Michelle, die diese Kreation präsentiert. Aber darum gehe es ja auch nicht. In der Tat - es geht darum, die Kreativität, das Engagement und Fachkompetenz der jungen Modeschaffenden zu zeigen. Und das gelingt außergewöhnlich gut. Neben den Röcken gehören Spitzenoberteile und Spitzenhauben zum Outfit - das steht für den Glamourfaktor Düsseldorfs.

Die zweite Kollektion Streetviews greift die Silhouette der Landeshauptstadt auf: auf weißem Leinenstoff erscheinen die markanten Gebäude der Stadt - manchmal aufgenäht, manchmal gezeichnet, immer individuell. Die Modelle der beiden Kollektionen haben die Schülerinnen der Unterstufe des Bildungsgangs von Anfang bis Ende gestaltet: Entwurf, Schnitt, Umsetzung. Einfach war das nicht. "Der Neopren-Stoff ist schwer zu verarbeiten", sagt Christiane Postler. "Dabei sind etliche Nadeln draufgegangen, und es hat Nerven gekostet." Zwei Wochen hatten die Schülerinnen für die Fertigung, eine Woche ist für die Proben angesetzt. Eine Woche, die zum Teil noch in den Ferien liegt, aber das ist kein Problem. "Alle sind sehr motiviert", lobt Fachlehrerin Anne Sasse. "Einige machen sogar noch als Models mit, obwohl sie schon ihren Abschluss haben." Die Modeschöpfer und die Models können, müssen aber nicht identisch sein. Deshalb machen auch fachfremde Schülerinnen bei der Modenschau mit. Und auch die Kosmetikschülerinnen engagieren sich für das Projekt und schminken ihre Mitschülerinnen. Mindestens drei komplette Durchläufe werden geprobt, bevor es am Freitagabend mit dem Auftritt bei der Eröffnungsshow losgeht. "Unsere Models sollen die Redner auf die Bühne geleiten und auch beim Eröffnungssong präsent sein", erläutert Christiane Postler. Am Samstag um 18.15 Uhr und am Sonntag um 15.45 Uhr schlägt dann die Stunde der Modeschauen: auf dem Düsseldorfer Grabbeplatz präsentieren die Models des Maria-Lenssen-Berufskollegs extravagante Mode made in Mönchengladbach.

Quelle: RP
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