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Mönchengladbach
Rheindahlen macht auf nostalgisch

Mönchengladbach: Rheindahlen macht auf nostalgisch
Mit einer historischen Postkutsche aus Osnabrück ging es beim Kappesfest in Rheindahlen auf eine Rundfahrt durch den Stadtteil. FOTO: Christian Lingen
Mönchengladbach. Das Kappesfest lockte zahlreiche Besucher mit Livemusik und 65 Ausstellern an. Eine Besonderheit war eine historische Postkutsche. Sie stand für Rundfahrten durch den Stadtteil zur Verfügung. Gestern öffneten zudem die Geschäfte. Von Christian Lingen

So richtig aufgefallen ist den Organisatoren des Kappesfestes das 20-jährige Bestehen der Veranstaltung erst, als schon alles geplant war. "Als wir im Juli zusammensaßen, ging es uns darum, dass das Fest stattfinden kann", erinnert sich Stephan Schumacher, der Vorsitzende des Vereins "Zukunft Rheindahlen". Der hat sich nämlich neu aufgestellt und tatkräftig mit dem Gewerbekreis zusammengearbeitet, damit alles funktioniert. Das heute der 1. Mai ist, kam dem Kappesfest zugute. Das Musikprogramm wurde verlängert und so konnte der ganze Stadtteil gestern Abend mit den Besuchern gemeinsam in den Mai tanzen.

"Nach den vergangenen Jahren haben wir endlich wieder gutes Wetter. Das passt doch. Endlich geht es wieder vorwärts", freute sich Bezirksvorsteher Arno Oellers. Die Aufbruchstimmung war zu spüren. Rund 65 Aussteller verteilten sich rings um die Kirche St. Helena und den umliegenden Straßen. Der Marktplatz wurde zur Schlemmermeile. Dort gab es alles, was man aus Kappes eben so auf den Teller zaubern kann. Und dazu die passenden Beilagen wie Panhas und Blutwurst. Der Sonnenschein sorgte dafür, dass die Besucher des Kappesfestes den extra aufgebauten Biergarten füllten und nicht nur genossen, sondern auch dem Bühnenprogramm folgten.

Das Kappesfest in Rheindahlen war wieder richtig gut besucht. Die Geschäfte hatten geöffnet und viele Stände waren aufgebaut. FOTO: D. Ilgner

Dort gab es natürlich reichlich Musik und getanzt wurde auch. Vor allem die Damen schauten bei einer Modenschau ganz genau hin. Für die kleinen Besucher und die Fans der Borussia schaute Maskottchen Jünter vorbei und verteilte Autogramme. "Wir sind auf einem guten Weg, aber man sollte das Kappesfest nicht damit vergleichen, wie es früher einmal war. Da möchten wir aber gerne wieder hinkommen", sagt Stephan Schumacher. Positiv stimmt ihn zum Beispiel Harald Rubow. Der Osnabrücker reiste mit einer historischen Postkutsche zum Kappesfest an und bot Rundfahrten durch den Stadtteil an. Felix, Zeus und Oskar hießen die drei Pferde, die vor die gelbe Kutsche gespannt waren.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Verein "Zukunft Rheindahlen" und dem Gewerbekreis zahlte sich aus. Die Geschäftsleute bauten vor ihren Läden Stände auf und boten einige Aktionen an. So konnten die Besucher zum Beispiel vor einer Modeboutique Kappes hobeln und ihn anschließend zusammen mit einem Rezept mit nach Hause nehmen. Gestern fand parallel zum Kappesfest auch ein verkaufsoffener Sonntag statt, der zusätzliche Besucher anlockte.

Ein Hingucker war auch das große Ritterlager neben der Pfarrkirche St. Helena. Ganz im Stile des Mittelalters kampierte dort der Graf von Jülich mit seinen Gefolgsleuten. Natürlich gab es auch einen Pranger, an den man sich lieber stellte. Gleich nebenan dampfte es aus einer Schmiede.

Quelle: RP
 
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