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Mönchengladbach
Rheindahlen wird ruhiger und schöner

Mönchengladbach: Rheindahlen wird ruhiger und schöner
So sieht es heute aus: Blick von oben auf die Rheindahlener Kirche mit dem großen Parkplatz in der Mitte des Ortes. FOTO: Titz
Mönchengladbach. Weniger Autos, mehr Grün, größerer Kirchplatz: Die Bürger haben Ideen für ihren Ortskern vorgetragen, jetzt wurden sie ausgewertet. Schon in Kürze, so will es Bezirksvorsteher Arno Oellers, soll die neue Verkehrsführung getestet werden. Von Inge Schnettler

Die ganz große Lösung ist vom Tisch. Das heißt, die Pläne für eine großflächige Bebauung des Mühlentorplatzes im Zentrum Rheindahlens sind Geschichte. Aber es wird weiter an der Verschönerung des Ortskerns und vor allem am Thema Verkehrsberuhigung gearbeitet. Gestern wurden die Ergebnisse von zwei Workshops in der Sitzung der Bezirksvertretung West in Rheindahlen vorgestellt. "Ich habe die Ideen der Bürger gesammelt", sagt Bezirksvorsteher Arno Oeller. "Die Verwaltung hat sich eingehend damit beschäftigt und entsprechende Pläne vorbereitet." Es gehe auch um die Vergrößerung des Sankt-Helena-Platzes und die zukünftige Verkehrsführung.

Die Fläche vor der Kirche soll vergrößert werden. Dazu sollen das mit Gräsern bepflanzte Betonbecken wegfallen, ebenso wie die Umfahrung des großen Parkplatzes. Die dann freiwerdende Fläche wird dem Kirchplatz zugeschlagen. "So gewinnen wir etwa acht bis zehn Meter mehr Fläche", sagt Oeller. "Dadurch gewinnt das Eiscafé an der Ecke wesentlich mehr Platz für die Außengastronomie." Der große Parkplatz bleibt bestehen, es entfallen lediglich acht bis zehn Plätze. Die Parkbuchten sollen allerdings nur noch von der Mühlentorstraße aus angefahren werden können. Die Durchfahrt zur Helenastraße wird nicht mehr möglich sein. Damit soll der Durchgangsverkehr deutlich verringert werden.

Das gilt auch für die Plektrudisstraße. Vom Wickrather Tor kommend, soll sie demnächst nicht mehr als Einbahnstraße, sondern in beide Richtungen befahrbar sein. "Allerdings dürften dann in Richtung Mühlentorplatz nur noch Anlieger, Taxifahrer und körperlich beeinträchtigte Menschen fahren", sagt Arno Oellers. "Ob an der Kreuzung Wicktrather Tor und Plektrudisstraße ein kleiner Kreisverkehr gebaut wird, muss noch geprüft werden."

FOTO: Stadt MG

Der Bezirksvorsteher wird sich dafür einsetzen, dass die neue Verkehrsführung in allernächster Zukunft ausprobiert wird, um 2018 endgültig umgesetzt zu werden. 270.000 Euro stehen für die technische Bewertung und für die planerische Ausarbeitung im städtischen Haushalt.

Arno Oellers will den Mühlentorplatz unbedingt begrünen lassen. "Die großen bepflanzten Betonkübel müssen weg." Er stellt sich stattdessen eine Hecke rings um den Platz herum vor. Und noch etwas sei ihm wichtig: "Die unruhigen Architekturelemente an der Ecke zum Kleinen Driesch sollten entfernt werden."

Und möglicherweise wäre dann an dieser Stelle bis zum Abgang zur Tiefgarage doch noch eine Architektur möglich. "Aber daran müssen wir noch arbeiten."

Quelle: RP
 
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