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Mönchengladbach
Rheindahlens Ortskern soll umgestaltet werden

Mönchengladbach. Ob der Marktplatz bebaut wird oder nicht, ist offen. Auf jeden Fall sollen zentrale Straßen verkehrsberuhigt werden.

Der Ortskern von Rheindahlen soll umgestaltet werden und neue Impulse erfahren. Hohe Leerstandsquote in den Geschäften, Billigläden, ungeordnetes Parken insbesondere an Markttagen und bei Stadtteilfesten und Durchgangsverkehr: Das sind die Probleme, mit denen Rheindahlen seit Jahren zu kämpfen hat. Bereits vor 15 Jahren hat es vor diesem Hintergrund einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb gegeben, bei dem das Architekturbüro Schumacher mit der Errichtung eines Gebäudes auf dem Marktplatz als Sieger hervorging.

Anfang des Jahres machten CDU und SPD erneut einen Vorstoß, um die städtebauliche Situation in Rheindahlens Mitte und damit auch die Wohnqualität und Nahversorgung zu verbessern. Nach einem Beschluss der Bezirksvertretung West sollte auf der Grundlage des Siegerentwurfs die Umgestaltung des Marktplatzes und die damit notwendige Änderung der Verkehrsführung auf den Weg gebracht werden. Bei der Bürgerbeteiligung wurden auch interessierte Rheindahlener in den Prozess eingebunden, um Ideen und Anregungen einbringen zu können. Im Rahmen dieses Werkstattprozesses erörterten jetzt auf Einladung von Bezirksvorsteher Arno Oellers rund 60 Bürger gemeinsam mit Vertretern der Bezirksvertretung West und städtischen Planern ihre Ideen.

Das erste Fazit zieht Arno Oellers so: "In erster Linie steht zunächst die Verkehrsberuhigung der Plektrudisstraße und der Straße Am Mühlentor auf dem Plan, über den starken Durchgangsverkehr von Hardt zum Südwall muss kritisch nachgedacht werden, und die Frage, ob der Marktplatz überhaupt einen Neubau verträgt und wenn ja, an welcher Stelle, ist noch zu klären. Gemeinsam mit den Bürgern und der Stadt ist ähnlich einer Akupunktur eine sogenannte Stadtreparatur an gezielten Punkten vorgesehen. So steht auch die Idee im Raum, den alten Kirchplatz vor der Kirche St. Helena mit in die gesamte Marktplatzfläche einzubeziehen. "Der ergebnisoffene Prozess soll schließlich zu einer Wohlfühlsituation für alle führen", so Oellers.

Bis zum Sommer nächsten Jahres sollen erste Entwürfe der Verwaltung, die Ideen und Anregungen der Bürger aus dem Werkstattprozess aufgreifen, vorliegen und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die ersten Umsetzungen könnten dann 2018 erfolgen.

Quelle: RP
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