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Mönchengladbach
Rheydter Kirmes: Mal ruhig, mal rasant

Mönchengladbach: Rheydter Kirmes: Mal ruhig, mal rasant
Eingerahmt von evangelischer Hauptkirche und Rathaus ist ein Teil der Rheydter Kirmes. Der andere Teil steht an der Gracht. FOTO: Knappe
Mönchengladbach. Auf dem Marktplatz bietet die Rheydter Kirmes viel Spaß für Kinder. Der Parkplatz an der Gracht ist eher etwas für größere Besucher. Von Christian Lingen

In München feiern sie gerade das Oktoberfest. Nun kann man die Wiesn nicht mit der Rheydter Spätkirmes vergleichen. Sie hat keine Zelte und weniger Besucher, dauert nur noch bis morgen, und 31 Hektar groß ist die Kirmes auch nicht. Dafür hat sie aber einen Tag früher angefangen als das Oktoberfest in München. Zum Auftakt gab es am Freitagabend ein großes Feuerwerk. Da hatten die Buden und Fahrgeschäfte der 105 Schausteller schon geöffnet. Der Markt präsentiert sich als Erlebniswelt für Kinder.

Kinderkarussells, Autoskooter, eine Raupe und die obligatorischen Buden für Entenangeln, Pfeilewerfen und Süßigkeiten erfreuen die Kleinen. Etwas Besonderes ist ein großer Stand, an dem die Besucher Lebkuchenherzen mit eigenen Fotos gestalten lassen können. Zwar bekommen die Kirmesbesucher für ihr Geld nicht mehr so viel wie früher, ein Backfisch kostet zum Beispiel fünf Euro. Die Gracht bietet den klassischen Kirmesmix. Der Duft von frisch gebrannten Mandeln liegt in der Luft, Losbuden locken die Kunden. "Für mich gehört die Rheydter Kirmes einfach mit dazu", sagte Bürgermeisterin Petra Heinen-Dauber bei der Eröffnung und verriet, dass sie vor 22 Jahren hochschwanger auf die Kirmes ging.

Kennern fallen sofort die bekannten Gesichter auf. Da ist zum Beispiel Hilde Bedorf. Seit 49 Jahren Schaustellerin, sitzt die 88-Jährige auf der Gracht vor ihrer Süßwarenbude und freut sich über jeden Kunden. Der Parkplatz der Gracht präsentiert sich rasant. Höhepunkt der Spätkirmes ist die Cardbahn. Auf einer hölzernen Strecke geht es im Kreisel bergauf. Von untern rattern die Bretter, von hinten dröhnt der Benzinmotor. Weil es nur zwei Pedale für Gas und Bremse gibt, brauchen die Fahrer etwas Geschick, um die Cards durch die Kurven zu lenken. Gleich daneben steht der "Nightstyle". Eine überdimensionale Couch wirbelt durch die Luft.

Nicht drumherum kommen die Besucher an den Minions, Helden des gleichnamigen Kinofilms. Die lustigen gelben Gesellen winken an fast jeder Bude als Preise. Morgen beim Familientag gibt es Rabatt. Da lohnt sich ein Besuch auch für Menschen mit kleinem Geldbeutel.

Quelle: RP
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