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Mönchengladbach
"Rheydter Mädchen" im Orchester

Mönchengladbach. 43 Jahre hat Eva Maria Küpper-Thomas bei den Niederrheinischen Sinfonikern die Querflöte gespielt. Nun geht sie in den Ruhestand. Von Heide Oehmen

Eva Maria Küpper-Thomas ist schon fast eine Institution bei den Niederrheinischen Sinfonikern. 1972, im Alter von 23 Jahren, wurde sie Mitglied des Gemeinschaftsorchesters in Krefeld und Mönchengladbach. Ihrem Orchester hielt sie als 2. Flötistin mit Verpflichtung zur Piccoloflöte mehr als vier Jahrzehnte die Treue.

Anlässlich des 7. Sinfoniekonzertes dieser Saison im voll besetzten Konzertsaal des Theaters Mönchengladbach wurde sie nach der Pause und vor der letzten Sinfonie, bei der sie mitspielte - der "Pastorale" von Beethoven - von Martin Börner verabschiedet. In seiner Eigenschaft als Mitglied des Orchestervorstands ließ der Bratschist Börner noch einmal das reiche Berufsleben des "echten Rheydter Mädchens" Revue passieren: "Du bist in Odenkirchen geboren, hattest zunächst an der städtischen Musikschule Unterricht und gingst zum Studium an die Hochschule für Musik in Düsseldorf, wo Professor Hans-Jürgen Möhring dich ausbildete. Als du bei uns anfingst, musstest du sofort ins kalte Wasser springen, denn dein Dienst begann mit der schwierigen und komplizierten Oper ,Wozzeck' von Alban Berg. Unter sieben von den acht Generalmusikdirektoren (GMD), die wir seit der Fusion hatten, hast du gespielt."

Eva Maria Küpper-Thomas war neben ihrer Orchestertätigkeit eine engagierte und gefragte Flötenlehrerin, so setzte sie sich mit Enthusiasmus für den Nachwuchs ein. Ihre besondere Liebe galt der Kammermusik und da vor allem den Kirchenkonzerten.

Mit Blumen vom Orchester und von Musikdirektor Mihkel Kütson sowie Geschenken beladen, genoss die künftige Pensionärin den reichen Applaus des Publikums und ihrer Kollegen im Konzertsaal.

Quelle: RP
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