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Mönchengladbach
Riesen-Schlaglöcher trotz des milden Winters

Mönchengladbach: Riesen-Schlaglöcher trotz des milden Winters
Die Hubertusstraße soll zwischen dem Elisabeth-Krankenhaus und dem Hirschweg saniert werden. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Die Stadt kommt mit dem Reparieren der kaputten Straßen nicht hinterher. 200 Hinweise gehen täglich von den städtischen Begehern und Bürgern ein. Von Inge Schnettler

Zwei milde Winter in Folge, kein Schnee, kaum Frost: Man sollte meinen, das hätte der Stadt in die Hände gespielt. Straßentechnisch gesehen. Das subjektive Empfinden des Autofahrers sagt aber etwas anderes. Gravierende Schäden markieren viele Straßen in der Stadt. Das Auto rumpelt sich von Schlagloch zu Schlagloch. "Durch die gute Wetterlage sind keine zusätzlichen Schäden in den Straßendecken entstanden", sagt Stadtsprecher Wolfgang Speen. Dennoch seien die zehn Straßenbegeher der Stadt täglich in Gladbach unterwegs. Sie sind mit kleinen Hand-Computern ausgestattet, in die sie die Schäden an Ort und Stelle schriftlich und fotografisch dokumentieren.

"Die Ergebnisse werden abends in eine entsprechende Datenbank eingespeichert, daraus werden die Arbeitsaufträge für die Straßenkolonnen formuliert", erklärt Wolfgang Speen. Kleinere Schäden werden mit Kaltasphalt gefüllt, manche Straßen sind aber in einem so schlechten Zustand, dass größere Maßnahmen nötig werden. So werden die Ratsmitglieder in Kürze konkret über die Sanierung von drei Straßen entscheiden müssen: Die Rheinbahnstraße von der Hohenzollernstraße bis zum Parkhaus hinter dem Gericht, der Stationsweg zwischen Poether Weg und Moosheide und die Hubertusstraße zwischen dem Elisabeth-Krankenhaus und dem Hirschweg stehen auf der Prioritätenliste des städtischen Straßenmanagements ganz oben.

Dem ortskundigen Autofahrer fallen auf Anhieb etliche andere Straßen ein, die dringend eine Sanierung vertragen könnten. Die Kleiststraße etwa und die Verlängerung am Adenauerplatz gehören unbedingt dazu, ebenso die untere Eickener Straße und die Peter-Krall-Straße, die Neusser Straße, der Nordring und der Willicher Damm - und, und, und. Die Stadt ist über die vielen kaputten Stellen und oft gefährlichen Schäden informiert. "Wir bekommen die Hinweise nicht nur von unseren Straßenbegehern, es rufen auch viele Bürger an, um uns schlechte Straßenabschnitten zu melden", sagt der Stadtsprecher. 200 Hinweise seien das täglich insgesamt. Vor größeren Reparaturarbeiten schließe sich die Stadt mit der NEW kurz, "damit eine und dieselbe Straße nicht zweimal hintereinander aufgerissen wird".

Etwa 1410 Kilometer umfasst das Straßen- und Wegenetz im Stadtgebiet, darunter sind 450 Kilometer Wirtschaftswege. Das gesamte Straßen- und Wegenetz wird alle vier Wochen komplett erfasst, die Wirtschaftswege im Abstand von drei Monaten. Wobei die Fußgängerzonen wegen möglicher Stolperfallen aus Sicherheitsgründen wöchentlich, die Hauptverkehrsstraßen 14-tägig und alle anderen Straßen innerhalb dieser vier Wochen einmal kontrolliert werden, berichtet Wolfgang Speen. 4000 schadhafte Straßenabschnitte stehen derzeit auf der Prioritätenliste.

Quelle: RP
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