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Mönchengladbach
Vermummter feuert auf Rocker-Laden

Mönchengladbach: Schüsse auf Rocker-Geschäft
Mönchengladbach: Schüsse auf Rocker-Geschäft FOTO: Theo Titz
Mönchengladbach. In der Nacht zu Freitag wurden in Mönchengladbach mehrere Schüsse abgefeuert. Zunächst schoss ein Vermummter auf ein Ladenlokal, dessen Inhaber dem Kreis der Rockergang "Hells Angels" zugerechnet wird. Anschließend kam es zu Schüssen im Schmölderpark.

Einen Zusammenhang der beiden Taten schließt die Polizei bisher aus, da es sich nicht um die gleichen Kugeln handelt. Im Schmölderpark griff der Täter zu einer Schreckschusspistole. Am Tatort auf der Hauptstraße in Mönchengladbach stellten die Beamten jedoch Patronenhülsen aus einer scharfen Waffe sicher. Der Vermummte flüchtete von dort mit einem Auto und konnte bisher nicht gefasst werden. Eine Täterbeschreibung liegt nicht vor. 

SEK-Einsatz wegen Kutte bei Hells Angels FOTO: Sascha Rixkens

Um 23.20 Uhr wurden die ersten Schüsse auf das Geschäft des Rockers, das bereits geschlossen hatte, gemeldet. Es handelt sich um einen Shop für Nahrungsmittelergänzung und Fitnessprodukte. Die Scheibe des Ladenlokals wies laut Polizei fünf Einschusslöcher auf. Auch in der Tür des Geschäfts sowie in der Wand eines Nachbarladens für Briefmarken und Münzen klaffen ein Loch. Die Beamten sperrten die Hauptstraße weiträumig ab und sicherten am Abend den Schauplatz mit Maschinenpistolen am Körper.

Während die Polizisten noch vor Ort den Tatort sicherten, wurden weitere Schüsse aus dem Schmölderpark in Rheydt gemeldet. Daraufhin suchte die Polizei mit Verstärkung und einem Hubschrauber den Park ab. Wie sich herausstellte, hatten die unbekannten Täter hier mit einer Schreckschusspistole hantiert. Die Polizei schließt daher bisher einen Tatzusammenhang aus.

Hells Angels fahren durch Mönchengladbach FOTO: Detlef Ilgner

Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Am Freitag kamen Ermittler der KTU und des LKA zum Tatort und sicherten weitere Spuren. Mit speziellen Aufnahmen sollen im Anschluss 3D-Ansichten erstellt werden, um die Schussabgabe zu rekonstruieren.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02161-290 entgegen.

Bilder von den Ermittlungen am Tatort sehen Sie hier. 

(met)
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