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Mönchengladbach
Roermonder Höfe: Schon 2014 soll mit ihrem Bau begonnen werden

Mönchengladbach. 160 Wohnungen, Büros, Wasserlauf, Kindergarten – das neue Quartier zwischen Fliethstraße und Lüpertzender Straße bietet Platz zum Wohnen und Arbeiten. Von Dieter Weber

Der Gladbach ist es nicht, der vermutlich ab Mitte 2016 dort sprudelt, wo einst das Zentralbad war. "Den Kanal öffnen und den richtigen Gladbach nach oben holen, das wollen wir nicht", sagte Architekt Dr. Burkhard Schrammen. Ob mit Original-Gladbach oder mit einem Fake: Dieser eigens gestaltete Wasserlauf, umgeben von Rasenflächen und zahlreichen Bäumen, soll zu einem Markenzeichen der Roermonder Höfe werden, einem neuen Baugebiet zwischen Flieth- und Lüper-tzender Straße. Rund 10 000 Quadratmeter Bürofläche, dazu 30 000 Quadratmeter Wohnfläche sind geplant. Bei einer Bürgerversammlung im Rathaus Abtei stellten Stadt und Schrammen die Pläne vor.

Und sie erfuhren dabei, dass es schon Interesse an diesen rund 160 Wohnungen in einer Größe von 50 bis 130 Quadratmetern gibt. "Wo kann ich mich denn informieren, wie der Baufortschritt ist?", fragte ein älterer Mann. Er steht für die Zielgruppe, die Investor Piet van Pol und Schrammen im Blick haben: vor allem Menschen ab 40 Jahren, die sich ganz bewusst gegen ein Leben am Stadtrand entschieden haben und zentrumsnah wohnen wollen. Schrammen stellte aber auch sofort klar: "Wir wollen auch jungen Familien mit Kindern hier ein Angebot machen." Dafür spricht auch, dass in einem Gebäude ein Kindergarten integriert werden soll.

Mit einem Riegel zur Fliethstraße, in dem vorrangig Büros integriert werden, will Schrammen für Ruhe im hinteren Bereich sorgen – dort, wo die Menschen leben, wo sie durch eine Grünanlage flanieren und gegenüber der Musikschule in einem Café mit Außengastronomie ihren Latte trinken. Die Gebäude zu der stark befahrenen Straße werden zwar sechsgeschossig und stehen in einer Linie zum Menge-Haus. Doch Schrammen ordnet diese Komplexe so geschickt an, dass keine durchgehende Front entsteht. Trotz der Dichte will er versetzte Ebenen, teilweise "Glaswände", so anordnen, dass nicht der Eindruck eines Massivbaus entsteht.

Die Brücke über die Lüpertzender Straße wird abgerissen. Die über die Fliethstraße bleibt, wird aber nicht barrierefrei umgebaut. Der Vorschlag, einen Aufzug einzubauen, scheitert, weil der nicht "gepflegt" werden kann. Eine Unterführung statt Brücke ist nicht möglich, da die Kosten hoch sind. Schrammen und Technischer Beigeordneter Andreas Wurff gehen davon aus, dass 2014 der Bebauungsplan verabschiedet wird. Dann sollen die Bagger vorfahren. Die Bauzeit wird auf 15 bis 18 Monate geschätzt.

Quelle: RP
 
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