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Mönchengladbach
Rolf Königs: Gejammere über die Qualität der Azubis ist überflüssig

Mönchengladbach. Das Klage-Lied der Unternehmer über die mangelnde Qualität der Auszubildenden wird immer lauter und immer vielstimmiger vorgetragen. Rolf Königs, Geschäftsführer der Aunde-Gruppe, stimmt nicht ein - ganz im Gegenteil. Er hat gerade in Mönchengladbach wieder elf Auszubildende eingestellt und sagt: "Ich halte dieses Gejammere für überflüssig. Man muss heute die jungen Menschen vielleicht mehr als früher von seiner Qualität als Arbeitgeber überzeugen. Wenn man das tut, findet man hervorragende junge Leute", sagte Königs der Rheinischen Post. Mobil und flexibel müssten Unternehmen heute ausbilden. "Bei uns durchlaufen die Auszubildenden alle Abteilungen", so der Geschäftsführer. Und das zumeist mit Erfolg. Die Fluktuation sei sehr gering. "Aus vielen Auszubildenden werden Jubilare" - also Mitarbeiter, die mindestens 25 Jahre in der Gruppe bleiben. 1320 junge Menschen hat die inzwischen weltweit tätige Aunde-Gruppe in den vergangenen 35 Jahren allein in Nordrhein-Westfalen zu Facharbeitskräften ausgebildet. 453 von ihnen wurden im Stammhaus in Mönchengladbach, also bei Achter & Ebels, im gewerblichen oder kaufmännischen Bereich ausgebildet. Von Ralf Jüngermann

Zu den Jubilaren sind die Zahlen ähnlich eindrucksvoll. 864 Mitarbeiter der nordrhein-westfälischen Aunde-Standorte haben mindestens 25, 40 oder 50 Jahre für das Unternehmen gearbeitet. "Nur dann sprechen wir bei uns von Jubilaren. Das halten wir ganz klassisch", so Königs. In Mönchengladbach sind das allein 207. 39 von ihnen arbeiten noch immer bei Aunde Achter & Ebels.

Rolf Königs hofft, dass möglichst viele der neuen Auszubildenden wieder zu Jubilaren werden. Neun haben ihre Ausbildung in dieser Woche begonnen. Zwei weitere starten am 1. September. Damit ist das Kontingent auch in diesem Jahr erschöpft.

Quelle: RP
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