| 00.00 Uhr

Mönchengladbach
Rumänische Einbrecherbande schlug dreimal in Gladbach zu

Das bedeuten die Gaunerzinken
Das bedeuten die Gaunerzinken FOTO: RPO
Mönchengladbach. Die Bande, die von Krefeld aus operierte, soll für Einbrüche an der Dünner und Neusser Straße verantwortlich sein. Von Norbert Stirken und Jan Schnettler

Die Beobachtung schien zunächst banal: Ein Zeuge sah in Krefeld zwei verdächtige Personen, die über ein Grundstück durch tiefen Matsch liefen. Er meldete das der Polizei. Das war der Startschuss für intensive Ermittlungen, die zur Festnahme von 15 rumänischen Bandenmitgliedern führte. Drei weitere sind auf der Flucht. Gestern stellten Polizei und Staatsanwaltschaft in Krefeld die Einzelheiten zur Einbruchsserie in Krefeld, Düsseldorf, Leverkusen, Neuss, Duisburg und anderen Städten, darunter Gladbach, vor.

Alle Tatverdächtigen kommen aus derselben Stadt in Rumänien. Ihnen werden 41 Einbrüche in Tankstellen und Kioske sowie einige Geschäfte zur Last gelegt, die Dunkelziffer der Taten dürfte in die Hunderte gehen. Der Gesamtschaden für im Zeitraum Januar bis Mai erfolgten 41 Einbrüche liegt bei rund 135.000 Euro. Das Diebesgut - meist Zigaretten - sei schnell veräußert worden, berichtete Nikolaus Magis, Leiter der Ermittlungskommission "Steinsalz". Sechs Hauptverdächtige sind bereits am Landgericht angeklagt. Sie erwartet eine Strafe wegen schweren Bandendiebstahls.

So schützen Sie sich vor Wohnungseinbruch

Zwei verübte und ein weiterer versuchter Einbruch in Mönchengladbach werden den Tatverdächtigen zur Last gelegt. Wie die Krefelder Polizei mitteilte, handelt es sich um einen Kioskeinbruch an der Dünner Straße in der Nacht auf den 11. März, dabei wurden Zigaretten, Bargeld, Tabak und Telefonkarten gestohlen; einen gescheiterten Einbruchversuch am 23. März an der Neusser Straße; und einen Einbruch in ein anderes Objekt an der Neusser Straße in der Nacht auf den 13. April, wobei Zigaretten und Tabak im fünfstelligen Eurobereich gestohlen wurden.

Einer geregelten Arbeit seien die ausschließlich in Krefeld lebenden Tatverdächtigen nicht nachgegangen. Auch Sozialleistungen hätten die Männer nicht in Anspruch genommen.

Statistiken zur Kriminalität in NRW FOTO: Ferl
Quelle: RP
 
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.