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Mönchengladbach
Salafismus-Prävention: Anlaufstelle in der Stadt

Mönchengladbach. ) Das nordrhein-westfälische Salafismus-Präventionsprogramm "Wegweiser" wird weiter ausgebaut. In diesem Jahr sollen weitere Anlaufstellen in Aachen, Essen, Köln, Mönchengladbach, Münster und Ost-Westfalen-Lippe entstehen. Dort können sich besorgte Eltern, Lehrer, Trainer oder Freunde melden. Die Mitarbeiter bieten vertrauliche Beratung und vermitteln weitergehende Hilfen. Bislang gibt es diese Einrichtungen in Bochum, Bonn, Düsseldorf, Dortmund und Wuppertal. Sie verzeichnen pro Woche rund 50 Hilfesuchende, rund 90 Jugendliche würden derzeit besonders intensiv betreut. In NRW hat der Verfassungsschutz mehr als 2500 Salafisten registriert, die landesweit in etwa 50 Netzwerken registriert sind. Etwa 500 von ihnen gelten als gewaltbereit.

Mönchengladbach gilt auch nach der Auflösung des islamistischen Vereins "Einladung zum Paradies" noch als Hochburg für Salafisten. Der ehemalige Vorsitzende des Vereins und selbst ernannte Prediger Sven Lau wurde im Dezember im Mönchengladbacher Polizeipräsidium festgenommen. In vier Fällen, so die Bundesanwaltschaft, habe er die in Syrien aktive terroristische Vereinigung "Jamwa" unterstützt, indem er Menschen vermittelte und Material besorgte. Merve D. (19) und Valentina S. (20) aus Gladbach stehen in der Türkei auf der Fahndungsliste, weil sie als IS-Kämpfer-innen gelten. Drei weitere Salafisten aus der Stadt wurden ebenfalls festgenommen, weil sie im Verdacht stehen, "Gotteskrieger" zu sein.

(kna/gap)
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