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Tipps Fürs Osterwochenende
Schlossfrühling mit 150 Ausstellern

Tipps Fürs Osterwochenende: Schlossfrühling mit 150 Ausstellern
Leuchtend violett blühen derzeit die Krokusse im Schlosspark. FOTO: Lothar Berns
Mönchengladbach. Für den Schlossfrühling rund um das Schloss Dyck sind die 150 Aussteller zu Ostern gerüstet.

Der Schlossfrühling ist immer eine Zitterpartie, denn er steht und fällt mit dem Wetter. Das weiß der Leiter des Parks von Schloss Dyck, Berthold Holzhöfer, nur zu gut. "Wir haben alles schon im Herbst vorbereitet, ob dann zum Schlossfrühling auch wirklich alles in Blüte steht, können wir nur hoffen", sagt der Gartenbaumeister.

Diesmal war die Vorbereitung besonders mühselig, denn es hatte, kurz bevor annähernd 200.000 Tulpenzwiebeln in die Erde eingegraben werden sollten, noch ordentlich geregnet. "Wir haben die Tulpenzwiebeln für die unterschiedlichen Sorten auf die große Fläche für die Tulpenwiese geworfen. Aber dann mussten wir auf der komplett matschigen Fläche jede Tulpenzwiebel einzeln von Hand eingraben. Da weiß man, was man getan hat", sagt Holzhöfer, dessen Lieblingspflanzen übrigens noch nicht zum Schlossfrühling erblühen. Seine Favoriten seien die Pfingstrosen, verrät der Parkleiter.

Immer schon einige Tage vor dem österlichen Schlossfrühling bestellt Holzhöfer übrigens die Blumenzwiebeln für das nächste Frühlingsspektakel. So müssen die saisonalen Festivitäten im Schlosspark immer bis zu einem Jahr im Voraus vorbereitet werden. Beim Tulpenzwiebeln-Eingraben hatten die Schlossparkgärtner im Herbst auch eine ungewöhnliche Unterstützung durch die Gemeinde Jüchen. Die stellte dem Schlosspark nämlich im Rahmen ihres Beschäftigungsprogramms iranische Flüchtlinge zur Verfügung. "Die Iraner haben sich wahrscheinlich über uns Deutsche kaputt gelacht, dass wir im Matsch Blumen pflanzen", meint Holzhöfer.

Die optische Ernte der Mühsal im Herbst soll nun zu Ostern erblühen, wie alle hoffen. Vor vier Jahren, als Holzhöfer die Parkleitung übernahm, schneite es aber zu Ostern, und demzufolge blieb das Frühlingsblühen zunächst einmal aus. Doch der Gartenfreund bleibt gelassen: "Wenn es zu Ostern nicht klappt, dann kommen die Besucher eben später. Irgendwann wird es wärmer, und dann haben wir an den Wochenenden viele Tausende hier im Schlosspark." Bis die Tulpenwiese voll erblüht, werde es noch vier Wochen dauern, beurteilte Holzhöfer die wegen der Kälte verspätete Entwicklung. Er freute sich aber, dass die Narzissen pünktlich vor dem Schlossfrühling ihr sonniges Gelb erstrahlen lassen.

Gut gerüstet sind für die beiden Ostertage insgesamt 150 Aussteller. Darunter sind auch Angebote, die zum Schmunzeln anregen, etwa ein sogenannter Schwiegermuttertisch, den Floristin Marion van der Sant unter dem Titel "Männersache" präsentieren wird. Für die kleinen Besucher gibt es eine "Haseninvasion" mit Eiersuche, Körbchenbasteln und einem Gewinnspiel für eine Kindergeburtstagsfeier oder eine Jahreskarte für den Schlosspark. Zu den Attraktionen werden auch die Alpacas gehören, die sich auch von den Besuchern streicheln lassen.

Geöffnet ist die Frühjahrspräsentation im Schlosspark am 27. und 28. März, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Eintrittskarten kosten zwölf bzw. neun Euro, für Kinder 1,50 Euro. Wer am ersten Tag Eintritt zahlt, darf mit einem Armbändchen am zweiten Tag gratis in den Park. Gundhild Tillmanns

Quelle: RP
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