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Mönchengladbach
Schnell wie die Feuerwehr

Mönchengladbach. 1,2 Millionen Euro hat die Stadt in die neue Leitstelle der Feuerwehr am Stockholtweg investiert. Notrufe können nun noch schneller bearbeitet werden als bisher, ein Krisenraum steht für den Katastrophenfall zur Verfügung. Von Inge Schnettler

Die Notrufnummer 112 ist geblieben. Alles andere hat sich geändert. "Zum Positiven”, sagt Feuerwehrchef Jörg Lampe. "Wir sind endlich im 21. Jahrhundert angekommen.” Für 1,2 Millionen Euro hat die Stadt eine neue Leitstelle im Führungs- und Lagezentrum der Feuerwehr am Stockholtweg eingerichtet.

Am vergangenen Mittwoch wurden um Punkt 14 Uhr alle Leitungen in der alten Einsatzzentrale an der Von-Groote-Straße gekappt. Sechs Minuten später kam der erste Notruf in der neuen Leitstelle an. "Es ist alles gut gegangen”, freut sich der städtische Dezernent Peter Holzenleuchter. "Aber das waren schon ein paar spannende Minuten.”

Hypermoderne Technik

Die neue Schaltzentrale im Feuerwehrgebäude gegenüber dem Bresgespark sieht aus wie das Kontrollzentrum von Cape Canaveral ­ ein bisschen übersichtlicher vielleicht. Die sechs Arbeitsplätze sind technisch auf dem neuesten Stand und hypermodern eingerichtet: Telefone, Bildschirme, elektronische Schalttafeln, Temperatur-, Wetter- und Windanzeigen.

"Wenn ein Notruf reinkommt, geht alles ganz schnell. Der Kollege startet sofort die ganze zur Verfügung stehende Technik”, sagt Lampe. Der Straßenname wird eingegeben, die Stadtkarte erscheint, ein Luftbild wird herangezoomt, bis das betroffene Haus deutlich sichtbar ist. "Wenn der Bürger den Hörer auflegt, ist die Feuerwehr schon auf dem Weg.”

Die neue Leitstelle ist rund um die Uhr mit vier Notrufbearbeitern besetzt. Sie nehmen die durchschnittlich 150 Anrufe entgegen, die täglich eingehen. Alle vier Feuerwachen der Stadt sind angeschlossen, Grafiken zeigen punktgenau und jederzeit aktuell, welche Kollegen und welche Rettungs- und Löschfahrzeuge, aber auch Rettungshubschrauber zur Verfügung stehen und wo sie sich gerade befinden. "So haben unsere Kollegen alle wichtigen Daten zu jeder Zeit an ihrem Arbeitsplatz im Blick”, sagt der Feuerwehrchef.

Die Technik an der Von-Groote-Straße sei alt, aber noch funktionstüchtig gewesen, sagt er. "Aber was wir jetzt hier haben, ist ein regelrechter Quantensprung in der Technik. Wir sind jetzt in jeder Beziehung schneller und besser.” Mönchengladbach habe nun die modernste Feuerwehr in ganz Nordrhein-Westfalen.

Eine Etage unter der neuen Leitstelle befindet sich ein weiterer wichtiger Bereich ­ der Krisenraum. Bei einer eventuellen Katastrophe kommen hier alle Zuständigen zusammen. "Wir können uns extrem schnell koordinieren und reagieren”, sagt Jörg Lampe. "Und wir stören nicht mehr wie früher die Kollegen in der Leitstelle.”

Quelle: RP
 
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